Freilich berichtet über eine Serie von TikTok-Sperren gegen Nutzer aus dem Umfeld der AfD und ihrer Jugendorganisation Generation Deutschland. Betroffen sind demnach unter anderem Jan-Richard Behr, Fabian Jank, Samuel Kaufmann, Andreas Höfner, Felix Hampe, Dennis Busch, Andreas Mayer und der AfD-Funktionär Nico Sturm.
Sturms Account soll knapp 90.000 Follower gehabt haben. Die Sperren erfolgten laut Behr in der Nacht. TikTok habe den Betroffenen als Grund „Nachahmung“ genannt. Wessen Inhalte nachgeahmt worden sein sollen und welche konkreten Beiträge den Ausschlag gaben, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Behr hält die Begründung für einen Vorwand und sieht einen politischen Zusammenhang. Die Sperrwelle fällt in die Zeit vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Dort liegt die AfD in Umfragen seit Monaten vorn; Ulrich Siegmund tritt als Spitzenkandidat an. Einen Beleg dafür, dass TikTok die Maßnahme wegen der Wahl ergriff, nennt der Bericht nicht.
Gerade deshalb muss TikTok erklären, nach welchen Regeln politische Accounts mit erheblicher Reichweite gesperrt werden. Eine Plattform, die in Wahlkämpfen Reichweite verteilt und entzieht, ist kein neutraler Marktplatz. Ohne nachvollziehbare Begründung bleibt bei solchen Eingriffen der Verdacht politischer Zensur bestehen.
F-NEWS berichtete bereits über den EU-Zensurapparat und die Löschpraxis großer Plattformen. Auch die Pläne für Altersprüfungen in sozialen Netzwerken zeigen, wie eng sich Kontrolle, Regulierung und Zugang zu digitaler Öffentlichkeit inzwischen verbinden.








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