Erst gestern berichtete F-NEWS über den Anschlag auf ein Umspannwerk bei Jänschwalde in Brandenburg. Nun hat es eine weitere Anlage getroffen: Die Polizei geht bei der Störung in einem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt von einer vorsätzlichen Straftat aus. „Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus“, sagte ein Sprecher der Polizei Essen laut n-tv.
Die Polizei wurde am Dienstag gegen 20 Uhr zu der Anlage gerufen. Durch einen Kurzschluss fielen mehrere Leitungen aus. Ein allgemeiner Stromausfall trat nach bisherigem Stand nicht ein. Das Umspannwerk gehört dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion, der den Vorfall bestätigte.
Wie die Täter vorgingen und welches Ziel sie verfolgten, ist offen. Die Polizei sichert Spuren und ermittelt. Fest steht aber: Ein technischer Defekt ist nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ausgeschlossen.
Umspannwerke sind zentrale Knotenpunkte des Stromnetzes. Fällt eine Anlage aus oder werden Leitungen beschädigt, kann das die Versorgung in einer ganzen Region beeinträchtigen. Dass es in Bergheim bislang nicht zu einem allgemeinen Ausfall kam, ändert daran nichts.
Der Fall folgt auf weitere Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur. F-NEWS berichtete über Brandstiftungsermittlungen nach brennenden Strommasten bei München. Auch die vier Übertragungsnetzbetreiber hatten bereits wegen drohendem Strommangel Alarm geschlagen.
Für die Ermittler in Bergheim bleibt nun zu klären, wer die Straftat verübt hat und ob der Angriff gezielt gegen die Energieversorgung gerichtet war.








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