Anschlag auf Umspannwerk bei Jänschwalde: Stromnetz im Visier

|

|

·

Auf ein Umspannwerk des Netzbetreibers 50Hertz nahe des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg ist am Dienstag ein Anschlag verübt worden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung. Einzelheiten zu Tat, Schaden und Tätern liegen bislang nicht vor.

Das Ziel ist brisant: Über das Umspannwerk Preilack wird Strom aus dem Kraftwerk Jänschwalde in das Höchstspannungsnetz eingespeist. Wer dort angreift, nimmt einen sensiblen Punkt der Energieversorgung ins Visier.

Die Stromversorgung bleibt angreifbar. Leitungen, Masten und Umspannwerke sind keine Nebensache, sondern die Knotenpunkte des Netzes. F-NEWS berichtete bereits über brennende Strommasten bei München, bei denen der Staatsschutz ermittelte.

Der Anschlag kommt in einer Lage, in der die Versorgung ohnehin wackelt. Die vier Übertragungsnetzbetreiber warnen vor möglichem Strommangel. Gleichzeitig setzt die Politik auf ein immer komplizierteres Netz, obwohl seine Schwachstellen offen sichtbar sind.

Jetzt müssen Polizei und Betreiber zügig sagen, was passiert ist und wie die Anlage gesichert wird. Bei kritischer Infrastruktur darf es keine Ausreden und keine Informationspolitik im Nebel geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Jeder Beitrag hilft - vielen lieben Dank!

Weiterlesen