Staatsanwaltschaft verliert Akten: Prozess in Köln erneut vertagt

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Das Landgericht Köln hat ein Verfahren gegen die Grundrechtsaktivistin Bianca Paffelholz erneut vertagt. Grund ist laut einem Video vom 2. September, dass die Staatsanwaltschaft die Akten verloren hat. Der nächste Termin soll erst im kommenden Jahr stattfinden.

Paffelholz sagt, sie sei seit sechs Jahren in drei Punkten angeklagt. Ein Termin am 11. Februar 2026 war bereits nach wenigen Minuten verschoben worden. Nun scheitert auch der zweite Anlauf, weil die Unterlagen der Staatsanwaltschaft fehlen.

Ohne Akten kann ein Gericht keine Verhandlung führen. Für Paffelholz bedeutet das weitere Monate in einem offenen Verfahren. Wie die Unterlagen verloren gingen und ob sie vollständig wiederbeschafft werden können, wurde in dem Video nicht erläutert.

Der Fall zeigt erneut, wie schlampig die Justiz mit Verfahren umgehen kann, während Beschuldigte jahrelang auf einen Abschluss warten. F-NEWS berichtete bereits über eine Lizenzpanne, die Berlins Justiz lahmlegte. In Köln sind es nicht die Computer, sondern die Akten selbst.

Auch bei der Anklage gegen Vanessa Behrendt zeigte sich zuletzt, dass Staatsanwälte keine unfehlbare Instanz sind. In Köln setzt die Behörde nun ein Verfahren aus, weil sie ihre eigenen Unterlagen nicht beibringen kann.

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