„Queer Milk“: Schottland finanziert Still-Experimente biologischer Männer mit Babys

In Schottland fließt öffentliches Geld an eine Organisation, unter deren Dach die Gruppe „Queer Milk“ Eltern beim sogenannten „Chestfeeding“ unterstützt. Im Zentrum der aktuellen Kritik steht eine zutiefst verstörende Praxis: Biologische Männer lassen durch Hormone, Medikamente und ständiges Abpumpen eine Milchbildung auslösen, um Säuglinge mit dem Sekret ihres Körpers zu füttern.

Die Publizistin Birgit Kelle greift den Fall in einem viel beachteten X-Beitrag auf. Sie kritisiert, dass die Wünsche erwachsener Männer über die Sicherheit von Neugeborenen gestellt würden. Es gehe nicht um eine medizinische Notlage des Kindes, sondern darum, einem biologischen Mann das Erlebnis des Stillens zu ermöglichen. Der Säugling wird damit zum Mittel für die Selbstbestätigung eines Erwachsenen.

Der reale Hintergrund ist belegt. Bei einer biologisch männlichen Person kann nach längerer weiblicher Hormonbehandlung tatsächlich eine Milchbildung ausgelöst werden. Beschriebene Verfahren erhöhen zunächst Östrogen und Progesteron, senken die Hormone anschließend wieder ab und kombinieren dies mit intensiver Stimulation durch eine Milchpumpe. Häufig kommt Domperidon hinzu, ein Medikament, das den Prolaktinspiegel anhebt.

Die wissenschaftliche Grundlage ist erschreckend dünn. Eine Fachveröffentlichung aus dem Jahr 2023 bezeichnete den dort untersuchten Fall erst als vierten bekannten erfolgreichen Fall einer induzierten Laktation bei einer Transfrau. Analysiert wurden einzelne Nährstoffe, Oligosaccharide und Hormone. Große Vergleichsgruppen, belastbare Langzeitdaten und eine systematische Beobachtung möglicher Folgen für Säuglinge fehlen.

Besonders brisant ist der Einsatz von Domperidon. Die US-Arzneimittelbehörde FDA warnt vor schweren Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand und möglichen psychiatrischen Problemen beim Absetzen. Das Medikament geht in die Milch über. Welche Risiken daraus für ein damit ernährtes Kind entstehen, bezeichnet die FDA ausdrücklich als unbekannt. In den USA ist Domperidon zur Steigerung der Milchproduktion nicht zugelassen.

Trotz dieser Lücken hat die Academy of Breastfeeding Medicine inzwischen ein eigenes Protokoll zur Laktationsbetreuung von LGBTQ-Personen veröffentlicht. Darin werden die hormonelle Stimulation, Milchpumpen, Domperidon und das Anlegen eines Kindes beschrieben. Das Protokoll räumt selbst ein, dass traditionelle Medikamentenschemata während der gesamten Laktationsinduktion nicht evidenzbasiert seien. Zugleich empfiehlt es Untersuchungen auf HIV, Syphilis, Hepatitis und weitere übertragbare Infektionen, wenn ein nicht gebärender Elternteil einem Kind Milch geben will.

Die Edinburgher Gruppe erklärt auf ihrer inzwischen ergänzten Internetseite, sie sei eine allgemeine Selbsthilfegruppe für LGBTQ-Eltern, gebe keine klinischen Ratschläge, verschreibe keine Medikamente und unterstütze Menschen nicht beim Auslösen einer Laktation. Das ändert nichts daran, dass die Trägerorganisation LGBT Health and Wellbeing mit erheblichen öffentlichen Mitteln finanziert wird und „Queer Milk“ ausdrücklich auch Menschen anspricht, die ihrem Baby sogenannte menschliche Milch geben. Für 2024/25 weist die Organisation Einnahmen von rund 1,15 Millionen Pfund aus; zu ihren Geldgebern gehören die schottische Regierung und NHS Lothian.

Der Fall berührt denselben Grundkonflikt, den F-News bereits bei der medialen Vorbereitung einer Legalisierung der Leihmutterschaft und beim Festhalten der Bundesregierung am Selbstbestimmungsgesetz beschrieben hat. Erwachsene erklären ihre Identität und ihre Wünsche zum Maßstab. Die körperliche Wirklichkeit von Frauen und die Schutzinteressen von Kindern werden anschließend sprachlich und politisch passend gemacht.

Niemand kann derzeit seriös behaupten, die künstlich erzeugte Milch biologischer Männer sei langfristig unbedenklich für Neugeborene. Dafür gibt es schlicht nicht genügend Daten. Schon deshalb ist es nicht fortschrittlich, Säuglinge dieser Praxis auszusetzen. Es ist ein Experiment, bei dem das Kind weder zustimmen noch die Folgen abschätzen kann – finanziell flankiert von einem Staat, der ausgerechnet beim Schutz der Schwächsten den gesunden Menschenverstand über Bord wirft.

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