Das sogenannte Masernschutzgesetz war von Anfang an umstritten. Nun macht die Gesellschaft der Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie (MWGFD) Druck: Am 3. November 2025 reichte der Verein beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die e-Petition 189940 ein mit dem Ziel, das Gesetz ersatzlos zu streichen. Jetzt ruft die MWGFD in einem aktuellen Video auf YouTube zur Mitzeichnung auf — denn die Zeit läuft: Innerhalb von sechs Wochen nach Freischaltung müssen mindestens 30.000 Unterschriften zusammenkommen, damit die Petition öffentlich im Ausschuss beraten wird.
Das Masernschutzgesetz wurde im November 2019 unter Gesundheitsminister Jens Spahn durch den Bundestag gepeitscht und trat im März 2020 in Kraft — just zu dem Zeitpunkt, als die sogenannte Corona–Pandemie ausgerufen wurde. Es verpflichtet Eltern, ihre Kinder vor der Aufnahme in Kitas und Schulen gegen Masern impfen zu lassen, und betrifft darüber hinaus alle nach 1970 geborenen Beschäftigten in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen. Wer keinen entsprechenden Nachweis vorlegt, kann vom Besuch oder der Arbeit ausgeschlossen werden. Im Juli 2022 bestätigte das Bundesverfassungsgericht das Gesetz als verfassungskonform — ein Urteil, das die MWGFD für medizinisch-wissenschaftlich unhaltbar hält.
Die von der MWGFD gegründete Arbeitsgruppe aus Ärzten, Wissenschaftlern und Juristen kommt zu einem vernichtenden Befund: Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Masernimpfung falle klar negativ aus. Laut den von der Gruppe ausgewerteten epidemiologischen Zahlen für Deutschland sei das Risiko einer schweren Impfnebenwirkung 5.700-mal so hoch wie das Risiko einer schweren Komplikation durch eine natürliche Maserninfektion; das Risiko, im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung zu sterben, übersteige das Lebenszeit-Sterberisiko durch Masern um das mehr als 200-Fache. Masern seien in Deutschland eine in aller Regel harmlose Kinderkrankheit, die dem Immunsystem ein wertvolles Training biete und nach Erkenntnissen der Gruppe nachweislich langfristig positive Gesundheitseffekte haben könne — darunter ein geringeres Risiko für Autoimmunerkrankungen und bestimmte Krebsformen.
Hinzu kommt eine strukturelle Kritik: Das Masernschutzgesetz liefere, als angeblich verfassungskonformes Precedens, eine Blaupause für künftige Impfpflichten. Kein Zufall, so die MWGFD, dass es kurz vor der Pandemie verabschiedet wurde. Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, müssen heute einen „Spießrutenlauf“ durch Behörden und Ärzte durchhalten; impfkritische Mediziner geraten nach Darstellung des Vereins zunehmend ins Visier von Justizbehörden und werden mit Repressalien belegt.
Die Petition fordert konkret: die faktische Impfpflicht des Masernschutzgesetzes ersatzlos aufheben. Parallel laufen Vorbereitungen für entsprechende Petitionen an die Landtage. Wer unterschreiben will, muss sich einmalig mit Name und Adresse beim Server des Bundestages registrieren. Die MWGFD sammelt auf ihrer Kampagnenseite parallel eigene Unterstützer, um die Zählung beim Bundestag kontrollieren zu können.
Quellen & Links:






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