Linke Pastorin macht Jesus zum Abtreiber und verdreht die Bergpredigt zur Mord-Liturgie

Ein aktuell erneut verbreiteter Videoausschnitt zeigt die presbyterianische Pastorin und Theologin Rebecca Todd Peters bei einer radikalen Umdeutung der Bergpredigt. Peters erklärt darin, Jesus wäre heute Begleiter vor einer Abtreibungseinrichtung oder eine sogenannte Abtreibungsdoula. Anschließend legt sie ihm eine frei erfundene Seligpreisung in den Mund: „Gesegnet sind jene, die Schwangerschaften beenden, denn sie werden für ihre liebende Güte bekannt sein.“

Der Ausschnitt wird derzeit über einen Beitrag auf X verbreitet. Der Inhalt ist echt, die Ansprache aber nicht neu. Berichte mit denselben Zitaten sind spätestens seit August 2023 öffentlich. Auch auf Peters’ eigener Website wird der Vortrag unter dem Titel „A New Beatitude“ weiterhin angeboten. Dort beschreibt sie selbst, dass ihre erfundene Seligpreisung den Abschluss des Vortrags bildet.

Wörtlich nannte Peters Jesus in der überprüfbaren Passage nicht „Abtreiber“. Sie schrieb ihm jedoch eine aktive Helferrolle bei Abtreibungen zu: Jesus würde Frauen zur Einrichtung begleiten, ihre Hand halten und sie unterstützen, während sie die Schwangerschaft beenden. Die virale Zuspitzung verkürzt damit den Wortlaut, trifft aber den ungeheuerlichen theologischen Vorgang: Christus wird für eine Praxis vereinnahmt, bei der das Leben eines ungeborenen Kindes gezielt beendet wird.

Für diese Umdeutung beruft sich Peters auf das hebräische Wort „hesed“, das häufig mit liebender Güte, Barmherzigkeit oder Bundestreue übersetzt wird. Frauen entschieden sich ihrer Darstellung zufolge aus Fürsorge und Mitgefühl für eine Abtreibung. Ausgerechnet dieses Argument nutzt sie, um der Bergpredigt einen neuen Satz anzuhängen, den Jesus niemals gesprochen hat.

Die tatsächlichen Seligpreisungen im fünften Kapitel des Matthäusevangeliums preisen unter anderem die Barmherzigen, die Friedfertigen, die Trauernden und jene, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden. Eine Erlaubnis, ungeborenes Leben zu töten, findet sich dort nicht. Peters ersetzt den biblischen Text durch eine politische Botschaft und versieht sie anschließend mit der Autorität Jesu. Aus der Bergpredigt wird so eine Mord-Liturgie, in der die Abtreibung nicht nur entschuldigt, sondern als Ausdruck christlicher Liebe geadelt werden soll.

Diese Verdrehung steht nicht allein. F-NEWS berichtete bereits darüber, wie die Katholische Frauengemeinschaft Abtreibungen in katholischen Kliniken forderte. Zugleich werden Christen und Lebensschützer politisch zunehmend unter Druck gesetzt, wie die Debatte um eine grüne Anfrage zu angeblichem christlichem Extremismus zeigte. Während der Schutz des ungeborenen Lebens verdächtig gemacht wird, beanspruchen Abtreibungsbefürworter selbst die Sprache des Evangeliums.

Peters darf politisch für Abtreibungen eintreten. Doch sie soll dabei nicht so tun, als habe Christus ihre Botschaft bereits in der Bergpredigt verkündet. Wer eine selbst erfundene Seligpreisung an die Stelle seiner Worte setzt, legt die Bibel nicht aus. Er schreibt sie um. Das Opfer dieser theologischen Sprachwäsche bleibt unsichtbar: Das ungeborene Kind, dessen Tod hier zur „liebenden Güte“ erklärt wird.

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