Abtreibungen in katholischen Kliniken: Lebensrechtler kritisieren Katholische Frauengemeinschaft

Ein einzelner Ultraschallmonitor zeigt ein ungeborenes Kind im Mutterleib
Ein ungeborenes Kind auf einer Ultraschallaufnahme. Symbolbild: F-News

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, kurz kfd, fordert in ihrem neuen Positionspapier Abtreibungen auch in katholischen Krankenhäusern und deren Finanzierung durch die Krankenkassen. Für Bischof Heinz Josef Algermissen und die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) ist damit eine rote Linie überschritten.

„Das Positionspapier der kfd mag vieles, ja sogar gut gemeint sein. Nur katholisch ist es nicht“, erklärt der emeritierte Fuldaer Bischof in einer gemeinsamen Stellungnahme mit der ALfA. Die Forderung nach Abtreibungen in katholischen Kliniken nennt er „völlig inakzeptabel“ und „geradezu unerträglich“.

Algermissen erinnert an eine Wahrheit, die der kfd offenbar abhandengekommen ist: Eine ungewollte Schwangerschaft ist keine Krankheit, die Tötung des ungeborenen Kindes keine Gesundheitsleistung. Wer Abtreibungen der Solidargemeinschaft aufbürden will, erklärt sie faktisch zur normalen Kassenleistung und zwingt Versicherte zur Mitfinanzierung.

ALfA-Chefin Cornelia Kaminski geht noch weiter. Das Papier zeuge an zahlreichen Stellen von „krasser Uninformiertheit“. Sie widerspricht insbesondere der von der kfd behaupteten Versorgungslücke. Nach der von der kfd selbst angeführten ELSA-Studie hätten 91 Prozent der befragten Frauen die Erreichbarkeit von Einrichtungen als eher gut oder sehr gut bewertet. 90 Prozent der befragten Ärzte führten weniger als einen Abbruch täglich durch. Von einer akuten Unterversorgung könne deshalb keine Rede sein.

Auch die Behauptung, eine Liste abtreibender Praxen und Kliniken müsse erst zugänglich gemacht werden, weist Kaminski zurück. Entsprechende Informationen seien bereits über die Bundesärztekammer und das zuständige Bundesministerium verfügbar.

Besonders scharf kritisiert die ALfA, wie die kfd mit Lebensrechtlern umgeht. Der Frauenverband warnt vor „fundamentalistischen und demokratiefeindlichen Instrumentalisierungen“ und rückt damit friedliche Lebensschützer in die Nähe von Extremisten. Belege für eine pauschale Bedrohung liefert er nicht. Laut Kaminski berichteten in der ELSA-Studie lediglich 1,3 Prozent der befragten Frauen von einer Belästigung.

Konkrete Belästigungen sind nicht hinnehmbar. Sie rechtfertigen aber keine Verleumdung einer gesamten Bewegung, die Schwangere berät, praktische Hilfe organisiert und für jene Kinder spricht, die keine eigene Stimme haben. Wer Lebensrechtler pauschal als Gefahr darstellt, erspart sich die Auseinandersetzung mit ihrem stärksten Argument: Bei einer Abtreibung stirbt ein ungeborener Mensch.

Die kfd bestätigt selbst, dass ihr Beschluss Abtreibungen in katholischen Krankenhäusern verlangt. Damit geht es nicht mehr um unterschiedliche Akzente innerhalb der Kirche. Der Verband fordert katholische Einrichtungen offen dazu auf, ihren Auftrag zum Schutz ungeborenen Lebens preiszugeben.

Frauen in Not brauchen Beratung, finanzielle Unterstützung und echte Alternativen zur Abtreibung. Sie brauchen keinen angeblich katholischen Verband, der den Tod ihres Kindes zur leichter verfügbaren Kassenleistung machen will. Die Frage ist deshalb unausweichlich: Was ist an dieser Frauengemeinschaft noch katholisch?

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Ja, die Sekte von „Vatikanum 2“ ist „angeblich katholisch“.
    Wer die V2-Sekte als „katholische Kirche“ bezeichnet, macht sich schuldig.

    1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

      In der Tat👈 der Hebammenreport,nich… 👊🗡️🗡️🗡️🗡️👈 Stichwerkzeuge und Teile CO2 usw,samt Aktien die so durchs Lueftchen fliegen… Sowas ist eine Perverse Sekte und beim nächsten Ritt den Bollerwagen nicht vergessen,oder… Bitte werfen sie eine Münze ein… 👹

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