Die Junge Union Sachsen-Anhalt fordert nach der Landtagswahl den Rücktritt und die komplette Neuwahl der CDU-Landesführung. In dem F-NEWS vorliegenden Beschluss vom 6. September heißt es, die AfD sei stärkste Kraft geworden, die CDU die Verliererin der Wahl. Den Regierungsbildungsauftrag sieht die Nachwuchsorganisation deshalb bei der AfD.
Die JU verlangt eine schonungslose Analyse des Wahlausgangs und erklärt, ein bloßes „Weiter so“ dürfe es nicht geben. Sie fordert den Rücktritt sowie eine zeitnahe Neuwahl der gesamten Landesführung – vom Landesvorsitzenden bis zum kompletten Landesvorstand.
Die Verantwortung für das Ergebnis liege bei der gesamten Parteiführung. Ein glaubwürdiger Neustart sei nur möglich, wenn die CDU Sachsen-Anhalt ihre Spitze vollständig neu aufstelle, schreibt der Landesvorstand.
Gleichzeitig warnt die Junge Union davor, die CDU künftig ausschließlich über die Linke oder ausschließlich über die AfD mehrheitsfähig machen zu wollen. Die Partei müsse als eigenständige bürgerliche Kraft wieder um Vertrauen kämpfen.
Der Beschluss ist ein offener Angriff auf die CDU-Spitze in Sachsen-Anhalt. Während F-NEWS am Wahltag über die Rekordwahlbeteiligung und die neuesten Prognosen berichtete, verlangt die eigene Nachwuchsorganisation nun personelle Konsequenzen.








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