Ein Beitrag von Marc Friedrich auf X greift einen Bericht von Fox News auf, der selbst für die ohnehin aufgeladene UAP-Debatte bemerkenswert ist. Dort wird berichtet, der frühere Pentagon-Berater und CIA-finanzierte Forscher Dr. Hal Puthoff habe in einem Podcast behauptet, die USA hätten Überreste von vier verschiedenen außerirdischen Lebensformen aus abgestürzten Flugobjekten geborgen.
Die genannten Typen klingen wie aus dem klassischen UFO-Kanon: Greys, Nordics, Insectoids und Reptilians. Was früher in Foren, Nischenbüchern und angeblich „verrückten“ Kreisen verhandelt wurde, läuft nun bei Fox News und wird in sozialen Netzwerken millionenfach diskutiert.
Wichtig ist die Einordnung: Fox News meldet keine offizielle Bestätigung der US-Regierung. Puthoff sagte selbst, er habe keinen direkten Zugang zu solchen Funden gehabt. Er beruft sich auf Personen, die nach seiner Darstellung an Bergungen beteiligt gewesen seien. Genau an dieser Stelle trennt sich Beleg von Behauptung.
Brisant wird der Vorgang trotzdem durch den politischen Hintergrund. Die US-Regierung hat unter dem PURSUE-Programm am 22. Mai 2026 eine zweite Tranche von UAP-Akten veröffentlicht. Auf der offiziellen Seite des U.S. Department of War finden sich unter anderem militärische Infrarotaufnahmen, Akten zu Sichtungen in Sandia von 1948 bis 1950, ein CIA-Bericht über eine UAP-Sichtung in der Sowjetunion und der Bericht eines aktiven hochrangigen US-Geheimdienstmitarbeiters.
Diese Akten belegen keine Alien-Körper. Sie zeigen aber, dass Washington das Thema nicht mehr einfach in die Kiste „Spinnerei“ zurücklegen kann. Die Regierung gibt Material frei, frühere Insider sprechen immer offener, und große Medien greifen Aussagen auf, die noch vor wenigen Jahren als Karriereende gegolten hätten.
Die offizielle Gegenposition bleibt ebenfalls stehen. Der AARO-Bericht von 2024 kam zu dem Ergebnis, dass keine überprüfbaren Belege für außerirdische Technologie, geborgene Flugkörper oder entsprechende Regierungsprogramme gefunden worden seien. Das Pentagon bleibt also bei der Linie: Viele Fälle sind erklärbar, manche bleiben offen, ein Beweis für Nicht-Menschliches liege nicht vor.
Genau dieser Widerspruch macht die Sache politisch interessant. Einerseits veröffentlicht der Staat neue Akten und spricht von Transparenz. Andererseits bleiben die zentralen Behauptungen aus dem Disclosure-Umfeld weiterhin unbelegt. Wer nur Fragmente freigibt, aber die großen Fragen offenlässt, erzeugt kein Vertrauen, sondern neues Misstrauen.
F-NEWS hatte bereits bei den Artikeln „UFO-Akten: Mehr Enttäuschung als Enthüllung“ und „Spielbergs Disclosure Day“ darauf hingewiesen, dass die neue UAP-Offenheit mehr Fragen produziert als Antworten liefert. Die aktuelle Fox-News-Debatte bestätigt diesen Eindruck.
Der harte Befund lautet: Bewiesen ist die Behauptung über vier Alien-Typen nicht. Randständig ist sie aber auch nicht mehr. Wenn Greys, Nordics und Reptilians nicht mehr nur Stoff für Verschwörungsforen sind, sondern Gegenstand großer US-Sendungen, hat sich der öffentliche Rahmen verschoben. Ob dahinter echte Enthüllung, kontrollierte Desinformation oder ein neues Kapitel politischer Ablenkung steckt, bleibt offen.
Quellen: Fox News, U.S. Department of War / PURSUE Release 02, AARO Historical Record Report 2024.






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