Kopftuchverbot: Bildungsministerium verschickt Elternbriefe in elf Sprachen

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Symbolbild: Verbotsschild mit durchgestrichenem Kopftuch an einer Schultür
Symbolbild: Kopftuchverbot an Schulen.

Wie Heute berichtet, verschickt das österreichische Bildungsministerium jetzt Elternbriefe zum neuen Kopftuchverbot gleich in elf Sprachen – darunter Arabisch, Somali, Türkisch, Farsi und Urdu. Ausgerechnet bei einem Gesetz, das Integration und westliche Werte durchsetzen soll, wird also erstmal demonstriert, wie weit sich der Staat sprachlich bereits angepasst hat.  

Die Pointe ist kaum zu überbieten: Einerseits erklärt der Staat, dass Mädchen nicht zu früh in religiöse Rollen gedrängt werden sollen. Andererseits schreibt derselbe Staat den Eltern dann auf Arabisch oder Somali, dass das Kopftuch außerhalb der Schule natürlich weiter getragen werden könne. Genau das sorgt jetzt selbst bei der ÖVP Wien für Ärger.  

Politisch wirkt das wie ein Kommunikationsdesaster. Wer ein „klares Signal“ senden will, vermittelt mit solchen Briefen eher das Gegenteil: Der Staat passt sich an, statt Konsequenz einzufordern. Kritiker sehen darin das klassische Multikulti-Paradox – Integration predigen, aber Parallelstrukturen sprachlich weiter zementieren.

Vor allem bleibt die Frage hängen: Wenn Familien seit Jahren in Österreich leben und ein staatliches Schulgesetz erklärt bekommen müssen, warum dann nicht auf Deutsch? Genau diese Debatte sollte jetzt erst richtig losgehen.

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