Eine neue britische Studie stellt die verbreitete Darstellung von Transpersonen als besonders häufigen Opfern tödlicher Gewalt infrage. Die Autoren Michael Biggs und Ace North werteten Tötungsdelikte in Großbritannien aus den Jahren 2000 bis 2025 aus, an denen trans identifizierte Personen als Opfer oder Täter beteiligt waren. Ihr Befund: In den erfassten Fällen gab es mehr trans identifizierte Täter als Opfer.
Die Untersuchung trägt den Titel „Transgender Homicides in Britain, 2000–2025: Victims and Perpetrators“. Sie vergleicht ausdrücklich Opfer und Täter, weil es nach Angaben der Autoren keine belastbare Bevölkerungszahl gibt, auf deren Grundlage sich eine allgemeine Rate berechnen ließe. Gezählt wurden sämtliche auffindbaren britischen Tötungsdelikte aus dem Zeitraum, bei denen die Trans-Identität eines Opfers oder Täters bekannt wurde.
Besonders auffällig ist ein weiterer Befund: Fast alle erfassten Fälle betrafen Personen, die bei der Geburt männlich waren und sich als Transfrauen identifizierten. Das Verhältnis von Opfern zu Tätern ähnelt laut Studie dem Verhältnis bei Männern insgesamt und unterscheidet sich deutlich von dem bei Frauen.
Die öffentliche Wahrnehmung fällt nach der Auswertung ganz anders aus. Die BBC veröffentlichte den Autoren zufolge mehr als viermal so viele Beiträge über trans identifizierte Tötungsopfer wie über entsprechende Täter. Damit gerät eine Seite der Fälle in den Hintergrund, obwohl sie in der Untersuchung zahlenmäßig stärker ins Gewicht fällt.
Die Arbeit liegt als 24-seitiger SSRN-Preprint vor und wurde im April 2026 überarbeitet. Biggs ist an der Universität Oxford tätig; in der Erklärung zu Interessenkonflikten wird zudem genannt, dass er Treuhänder der Organisation Sex Matters ist. An den gezählten Fällen und der Gegenüberstellung von Opfern und Tätern ändert das nichts.
F-NEWS berichtete bereits über den Fall eines Trans-Mörders im US-Bundesstaat Oregon, der in ein Frauengefängnis verlegt wurde. Auch die Debatte um das Selbstbestimmungsgesetz und die Risiken für Frauenräume zeigt, wie wichtig eine nüchterne Betrachtung der tatsächlichen Fälle ist.








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