Fagersta: Schwertangreifer war bereits wegen Gewalt gegen Schüler verurteilt

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Der 18-Jährige, der am Freitag die Brinellskolan im schwedischen Fagersta mit einem Schwert angriff, war bereits wegen der Misshandlung eines anderen Schülers verurteilt. Das berichtet der schwedische Sender SVT. Bei dem Angriff starb eine 17-Jährige. Zwei minderjährige Jungen wurden schwer verletzt, ein weiterer Minderjähriger erlitt leichtere Verletzungen.

Der Verdächtige ist laut den schwedischen Berichten ein ehemaliger Schüler der Brinellskolan. Seine frühere Verurteilung betrifft eine Misshandlung an der Grundschule, die er zuvor besucht hatte. Mehrere schwedische Medien berichten unter Berufung auf Gerichtsunterlagen, dass daraufhin Jugendfürsorge angeordnet wurde. Aus dem X-Thread des niederländischen Accounts Symphony stammt der Hinweis auf diese Vorgeschichte; er wird inzwischen von schwedischen Medien bestätigt.

Die Polizei nahm den 18-Jährigen nach der Attacke fest. Bei der Festnahme wurden Schüsse abgegeben. Er wird wegen Mordes und versuchten Mordes untersucht. Einen Hinweis auf weitere Täter sehen die Ermittler bislang nicht. Zum Motiv nennen Polizei und Staatsanwaltschaft weiter keine bestätigten Details.

Zusätzlich prüfen die Behörden eine mögliche Verbindung zu einem TikTok-Konto. Nach Angaben der schwedischen Presse sollen dort Videos zu früheren schwedischen Schulattentaten veröffentlicht worden sein. Ob das Konto tatsächlich dem Verdächtigen zuzuordnen ist und ob es für das Tatmotiv eine Rolle spielte, ist offen.

Die frühere Verurteilung wirft eine einfache Frage auf: Was geschah nach der Schulmisshandlung, und warum reichte es nicht aus, weitere Gewalt zu verhindern? Der Verdächtige stand nach Medienberichten unter Jugendfürsorge. Jetzt wird gegen ihn wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt.

F-NEWS berichtete bereits über Gewalt an Berliner Schulen und den Kontrollverlust des Staates. Auch der Fall eines terrorisierten Wiener Schulstandorts zeigte, wie häufig Institutionen erst handeln, wenn die Gewalt längst eskaliert ist. In Fagersta müssen die Behörden nun offenlegen, welche Warnzeichen bekannt waren und welche Maßnahmen nach der früheren Verurteilung tatsächlich getroffen wurden.

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