Arday-Skandal: Uni suspendiert seinen Enthüller

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Die Universität Gent hat den Philosophen Nathan Cofnas suspendiert. Cofnas hatte die Plagiatsvorwürfe gegen den britischen Soziologen Jason Arday öffentlich gemacht. Wie die Junge Freiheit berichtet, trifft die Maßnahme damit ausgerechnet denjenigen, der unbequeme Fragen aufwarf – nicht den Professor, dessen wissenschaftliche Arbeit im Zentrum des Skandals stand.

Nach Angaben des Guardian läuft zunächst ein vorläufiges Disziplinarverfahren. Die Universität Gent suspendierte Cofnas vorsorglich und prüft, ob der Fall an das zuständige Disziplinargremium geht. Cofnas selbst schrieb auf X, gegen ihn werde wegen einer angeblichen Diskriminierung Ardays ermittelt.

Arday war 2023 als jüngster schwarzer Professor in Cambridge gefeiert worden. Britische Medien erhoben später Vorwürfe zu möglichen Übernahmen in wissenschaftlichen Arbeiten sowie zu Teilen seines Lebenslaufs. Cambridge leitete daraufhin eine Untersuchung zu Qualifikationen und akademischen Stationen ein. Abschließend geklärt waren diese Vorwürfe nicht. Arday trat Anfang August zurück und wurde wenige Tage später tot in London aufgefunden. F-NEWS berichtete über den Fall: Nach Plagiatsvorwürfen: Ex-Cambridge-Professor Jason Arday tot aufgefunden.

Die Leitung der Universität Gent betont zwar akademische Freiheit und offene Debatte. Im selben Atemzug erklärt sie, diese Freiheit sei nicht grenzenlos und könne zum Schutz der Rechte anderer eingeschränkt werden. Das ist eine gefährlich dehnbare Formel: Wer kritische Recherche als Diskriminierung etikettiert, macht aus dem Disziplinarverfahren ein Werkzeug, um Fragen schon vor einer Widerlegung zu ersticken.

F-NEWS berichtete bereits darüber, wie die Regierung auf Kritik mit Meinungsunterdrückung reagiere. Für Hochschulen darf kein anderer Maßstab gelten. Auf einen Vorwurf gehören Belege und eine überprüfbare Antwort – nicht die Suspendierung desjenigen, der ihn öffentlich macht.

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