Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt verschlechtert sich weiter. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren im Juli 2026 rund 45,48 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren 223.000 weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber Juni sank die Zahl saisonbereinigt um weitere 13.000.
Zugleich stieg die Zahl der Erwerbslosen nach ILO-Definition auf 1,84 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 149.000 Personen oder 8,8 Prozent gegenüber Juli 2025. Die Erwerbslosenquote lag bei 4,2 Prozent nach 3,9 Prozent im Vorjahr. Bereinigt um saisonale Effekte gab es gegenüber Juni nochmals 11.000 Erwerbslose mehr.
Der Rückgang der Beschäftigung ist kein Ausrutscher. Destatis spricht von einem seit Januar 2025 erkennbaren Abwärtstrend im Vorjahresvergleich. Von Januar bis Juni 2026 war die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt durchschnittlich jeden Monat um 19.000 gesunken. Die Bundesregierung kann die Krise nicht länger mit einzelnen Lichtblicken wegreden.
Dazu kommt neuer Kostendruck für die Wirtschaft. Die Importpreise lagen im Juli 6,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Besonders stark verteuerten sich Energie mit 26,4 Prozent und Vorleistungsgüter mit 10,2 Prozent. Mineralölerzeugnisse kosteten im Jahresvergleich 47,5 Prozent mehr, Erdgas 18,8 Prozent mehr. Solche Preise treffen zuerst die Unternehmen, dann Investitionen, Produktion und Arbeitsplätze.
F-NEWS berichtete bereits über das drohende Milliardenloch der Bundesagentur für Arbeit. Auch die jüngsten Warnsignale aus der deutschen Wirtschaft wiesen in dieselbe Richtung. Weniger Beschäftigung und steigende Kosten sind kein Aufschwung, sondern die Rechnung für eine Politik, die den Standort seit Jahren schwächt.








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