Bärte zu kurz: Taliban zeigen die Fratze islamischer Sittenherrschaft

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Symbolbild zu Taliban-Sittenpolizei, Hilfskräften und Kontrollregime in Afghanistan

Wie Stern.de unter Berufung auf AFP berichtet, soll die Sittenpolizei der Taliban in Afghanistan rund 20 Männer festgenommen haben, weil ihre Bärte zu kurz gewesen seien. Betroffen waren demnach Mitarbeiter am Aufnahmezentrum Islam Kala nahe der Grenze zum Iran.

Der Vorwurf: getrimmte oder rasierte Bärte. Einige Männer seien noch am selben Tag freigelassen worden, die übrigen am folgenden Tag. Die Taliban-Seite bestreitet zwar Teile der Darstellung, räumte laut AFP aber zugleich ein, dass fünf Regierungsmitarbeiter wegen kurzer Bärte festgenommen worden seien.

Damit ist der Kern des Problems bestätigt: In diesem System kann die Länge eines Bartes über Freiheit oder Festnahme entscheiden. Das ist keine harmlose Folklore, sondern religiöse Herrschaft über den Körper des Menschen. Der politische Islam zeigt hier seine ganze Verachtung für persönliche Freiheit, Individualität und Selbstbestimmung.

Die Taliban nennen es Tugend und Laster. Tatsächlich ist es ein Kontrollapparat, der Menschen bis ins Gesicht hinein diszipliniert. Wer nicht so aussieht, wie die religiösen Wächter es verlangen, wird gedemütigt, eingeschüchtert oder abgeführt. Heute trifft es Männer mit zu kurzem Bart, Frauen trifft es seit Jahren noch härter: Bildung, Arbeit, Kleidung, Bewegung – alles wird der Sittenideologie unterworfen.

Der Fall ist deshalb mehr als eine bizarre Meldung aus Afghanistan. Er zeigt, was passiert, wenn Religion zur Staatsmacht wird und islamische Vorschriften nicht mehr persönliche Glaubenspraxis, sondern Gesetz, Polizei und Strafe bedeuten. Aus Glauben wird Zwang. Aus Moral wird Willkür. Aus einem Menschen wird ein Untertan.

Wer die Taliban als normalen Gesprächspartner verharmlost, sollte nach Islam Kala schauen. Ein Regime, das Männer wegen Bartlänge festsetzt, ist nicht berechenbar, nicht rechtsstaatlich und nicht reformfähig. Es ist ein Gottesstaat, der Freiheit nicht schützt, sondern verfolgt.

Quelle des Wissens quelle-des-wissens.de
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