Beatrix von Storch richtet den Blick auf Pfizers Geschäfte nach der Corona-Pandemie. Der Pharmakonzern erzielte 2022 einen Rekordumsatz von 100,3 Milliarden Dollar. Allein der Corona-Impfstoff Comirnaty und das Medikament Paxlovid brachten zusammen mehr als 56 Milliarden Dollar ein.
Im März 2023 kündigte Pfizer die Übernahme des Krebsmittelherstellers Seagen für 43 Milliarden Dollar an. Reuters beschrieb die Transaktion damals ausdrücklich als Einsatz des einmaligen Geldsegens aus Impfstoff und Corona-Medikament. Pfizer selbst erklärte, Seagen könne bis 2030 mehr als zehn Milliarden Dollar Jahresumsatz beisteuern.
Von Storch greift diese Verbindung in einem Video auf: Pfizer habe sich an der Corona-Impfung „dumm und dusselig“ verdient und die Milliardengewinne anschließend in einen neuen Markt investiert. Ihre zugespitzte Frage lautet, ob der Konzern mit einer Explosion der Nachfrage nach Krebsmedikamenten rechne.
Fauci ist in aller Munde. Was für ein Verbrecher! Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um auch über Pfizer zu reden. Auch die verdienten sich dumm und dusselig an der Corona-Impfung und habe ihre Multi-Milliarden-Gewinne nun in einen neuen Markt investiert. Die rechnen…
— Beatrix von Storch (@Beatrix_vStorch) July 30, 2026
Die Milliardenübernahme ist belegt. Auch Pfizer bezeichnete die Onkologie als größten Wachstumstreiber der globalen Medizin. Das Unternehmen kaufte mit Seagen vier bereits vermarktete Krebsmedikamente sowie eine umfangreiche Entwicklungspipeline. Pfizer wollte damit zugleich sinkende Corona-Umsätze und erwartete Einnahmeverluste durch auslaufende Patente ausgleichen.
Aus der Übernahme folgt jedoch kein Beleg dafür, dass Pfizer einen durch die Corona-Impfung ausgelösten Anstieg von Krebsfällen erwartet oder vorab gekannt habe. Ein solcher Zusammenhang wird durch den Unternehmenskauf allein nicht nachgewiesen. Von Storch stellt eine politische Frage und verweist auf die auffällige Abfolge aus Corona-Rekordumsätzen und dem größten Zukauf in Pfizers jüngerer Geschichte.
Die Debatte über mögliche Langzeitfolgen ist damit nicht beendet. F-News berichtete über eine Fallstudie zu mRNA- und Spike-Funden 3,5 Jahre nach einer Pfizer-Impfung sowie über die Auseinandersetzung zwischen der FPÖ und der EU-Kommission über mögliche Krebsrisiken.








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