Eine neue Fallstudie in den Medical Research Archives dürfte die Debatte über mögliche Langzeitfolgen der mRNA-Impfstoffe neu anheizen. Die Autoren um Nicolas Hulscher und Peter A. McCullough berichten über einen 55-jährigen Mann, bei dem mehr als 3,5 Jahre nach drei Dosen des Pfizer-BioNTech-COVID-19-mRNA-Impfstoffs noch impfstoffbezogene mRNA, Spike-Protein und Plasmid-DNA-Fragmente nachgewiesen worden sein sollen.
Es handelt sich um einen Case Report, also um einen Einzelfallbericht. Daraus lässt sich nicht ableiten, wie häufig solche Befunde auftreten. Aber genau deshalb ist der Bericht brisant. Denn wenn die beschriebenen Nachweise belastbar sind, widersprechen sie der jahrelang gepflegten Erzählung, die mRNA und ihre Produkte verschwänden rasch und folgenlos aus dem Körper.
Der Patient hatte nach Angaben der Autoren nach der Impfung ein fortschreitendes Krankheitsbild entwickelt, das zahlreiche Organsysteme betraf. Genannt werden unter anderem Lungenembolien, eine später per MRT bestätigte Myokarditis, neurokognitive Störungen, Small-Fiber-Neuropathie, autonome Dysfunktion, Muskelschmerzen, chronische Magen-Darm- und Bauchspeicheldrüsenprobleme, Tinnitus mit Hörverlust, Stimm- und Schluckstörungen, Augenbeschwerden, Hautentzündungen sowie Angst und Depression.
Die diagnostische Vorgeschichte liest sich wie ein medizinischer Marathon, mehr als 40 Notaufnahmen, über 200 fachärztliche Kontakte, mehr als 100 nicht routinemäßige Laboruntersuchungen und über 100 bildgebende oder funktionelle Untersuchungen. Die Autoren schreiben, man habe infektiöse, autoimmune, rheumatologische, endokrine, genetische, hämatologische, maligne, toxische, medikamentöse, vaskuläre, metabolische und primär neurologische Ursachen systematisch geprüft und weitgehend ausgeschlossen.
Der Patient blieb laut Studie zu fünf Zeitpunkten zwischen 809 und 1.433 Tagen nach der Impfung negativ für SARS-CoV-2-Nukleokapsid-Antikörper. Das wurde demnach von drei unabhängigen Laboren bestätigt. Gleichzeitig waren die Spike-Antikörper auch 1.433 Tage nach der letzten Impfung noch erhöht. Die Autoren sehen darin ein Argument gegen eine unerkannte natürliche Infektion als Quelle der Spike-Befunde.
In Blutproben und Hautgewebe wurden nach Angaben des Artikels mehrere Kompartimente untersucht: Plasma, zirkulierende Exosomen, periphere mononukleäre Blutzellen und Hautbiopsien. Eingesetzt wurden unter anderem ELISA, Immunhistochemie, RT-PCR, PCR mit Sanger-Sequenzierung, Whole-Genome-Sequencing, Transkriptomik und quantitative Massenspektrometrie.
Die Autoren berichten, dass 852 Tage nach der Impfung SARS-CoV-2-S1-Protein in Monozyten-Untergruppen nachgewiesen wurde. Bei 1.173 Tagen seien freies Wuhan-Spike-Protein im Plasma und in zirkulierenden Exosomen gefunden worden. Bei 1.284 Tagen habe RT-PCR impfstoffabgeleitete Spike-mRNA in zirkulierenden Exosomen identifiziert. In Hautbiopsien zwischen 1.160 und 1.364 Tagen nach der Impfung seien Spike-Ablagerungen in Endothelzellen und Makrophagen sowie später auch in Nervenfasern festgestellt worden.
Der heikelste Teil betrifft die DNA-Fragmente. In einer Hautbiopsie 1.364 Tage nach der Impfung sollen mehrere Plasmid-DNA-Elemente gefunden worden sein, darunter Spike-Gensequenzen, ori1/ori2 und der SV40-Enhancer. Die Autoren sprechen von dauerhafter Retention impfstoffabgeleiteter DNA in somatischem Gewebe, bestätigt durch PCR, Agarose-Gelelektrophorese und Sanger-Sequenzierung.
Zusätzlich berichten die Forscher über Hinweise auf genomische Instabilität, oxidativen Stress, vaskuläre Aktivierung, Entzündung und Transkriptom-Veränderungen mehr als 3,5 Jahre nach der letzten Impfung. Auch hier gilt: Ein Einzelfall beweist keine allgemeine Häufigkeit und keine einfache Kausalkette. Aber er liefert genau die Art von Warnsignal, die unabhängige Langzeitstudien zwingend erforderlich macht.
Die Studie fordert kontrollierte longitudinale Untersuchungen zu Häufigkeit, Mechanismen und klinischen Folgen.
Quelle: Hulscher et al., „Persistence of Vaccine mRNA, Plasmid DNA, Spike Protein, and Genomic Dysregulation Over 3.5 Years Post-COVID-19 mRNA Vaccination“, Medical Research Archives, Vol. 14, No. 6, Juli 2026, DOI: 10.18103/mra.2026.0351



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