Der Journalist Paul Klemm berichtet auf X über die Vergangenheit von David Seidlitz, dem Ehemann der grünen Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, Suse Sziborra-Seidlitz. Klemm bezeichnet ihn als früheren „stadtbekannten Neonazi“ in Quedlinburg und erklärt zudem, Seidlitz sei zuletzt Mitarbeiter des grünen Landtagsabgeordneten Wolfgang Aldag gewesen.
Ein offizielles Landtagsprotokoll aus dem Jahr 2022 enthält dazu eine bemerkenswerte Passage. In der Debatte wird ein „David S.“ als Mitglied eines Quedlinburger „Unabhängigen Arbeitskreises“ genannt, dem der Redner eine neonazistische Ausrichtung zuschreibt. Im selben Wortbeitrag heißt es, dieser Kollege sei der Mann von „Frau Seidlitz“.
Das Protokoll ist kein Gerichtsurteil und die Passage gibt die Aussagen eines Abgeordneten in einer Landtagsdebatte wieder. Es hält aber fest, dass der Vorwurf mit dem Namen der heutigen grünen Spitzenkandidatin bereits öffentlich im Parlament erhoben worden ist. Klemm nennt nun den vollständigen Namen David Seidlitz. Das Protokoll selbst verwendet nur die Initiale.
Sziborra-Seidlitz führt die Grünen in Sachsen-Anhalt als Spitzenkandidatin in den Landtagswahlkampf. Auf ihrer eigenen Kampagnenseite stellt sie sich als Landespolitikerin, Mutter und Kandidatin für ein „weltoffenes“ Sachsen-Anhalt vor. Gerade deshalb wiegt der nun erneut aufgerufene Vorgang schwer: Wer politische Gegner pauschal mit dem Rechtsextremismus-Vorwurf bekämpft, muss Fragen zur eigenen unmittelbaren Umgebung beantworten.
F-NEWS berichtete erst kürzlich über gesperrte rechte TikTok-Accounts kurz vor der Sachsen-Anhalt-Wahl. Die öffentliche Debatte über politische Belastungen verläuft auffällig einseitig. Auch bei dem Grünen-Kandidaten David Possenriede zeigte sich, wie schnell Parteivertreter mit zweierlei Maß messen.
Die entscheidenden Fragen liegen nun auf dem Tisch: Bestreitet David Seidlitz die Darstellung? Was wusste seine Frau davon? Und trifft Klemms Angabe zu, dass er für den Grünen-Abgeordneten Aldag gearbeitet hat? Solange dazu keine klare Stellungnahme vorliegt, bleibt ein dokumentierter Vorgang offen, der in den Wahlkampf gehört.
💥 Ausgerechnet: David Seidlitz – Ehemann der grünen Spitzenkandidatin Suse Sziborra-Seidlitz und zuletzt Mitarbeiter des grünen Abgeordneten Wolfgang Aldag – war stadtbekannter Neonazi in Quedlinburg. Alle Hintergründe gibt’s heute 18 Uhr auf COMPACT-TV!
— Paul Klemm (@DerPaulKlemm) 28. August 2026








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