Ein 43-jähriger Jugendtrainer aus Feucht im Landkreis Nürnberger Land sitzt wegen des dringenden Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern in Untersuchungshaft. Das teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag mit. Die Kriminalpolizei prüft, ob es weitere Betroffene geben könnte.
Die Ermittlungen begannen in der zweiten Augusthälfte nach einer Anzeige. Nach bisherigem Stand soll der Tatverdächtige in den Jahren 2025 und 2026 als Jugendtrainer mindestens zwei Kinder im Alter von acht und elf Jahren mehrfach sexuell missbraucht haben.
Die Kriminalpolizeiinspektion Schwabach erhärtete nach Angaben der Polizei den Tatverdacht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl. Beamte nahmen den Mann am Dienstag fest. Seit Mittwoch befindet er sich in Untersuchungshaft.
Weil der Beschuldigte als Trainer Kontakt zu einer größeren Zahl von Kindern hatte, hat die Kripo die Arbeitsgruppe „Laser“ eingerichtet. Sie soll klären, ob weitere Fälle in Betracht kommen. Die Ermittlungen laufen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth weiter.
Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Der Fall zeigt jedoch erneut, wie entscheidend Kontrolle und schnelle Aufklärung überall dort sind, wo Erwachsene regelmäßig mit Kindern arbeiten. F-NEWS berichtete zuletzt über die Anklage gegen einen Richter in Hannover, bei dem ein Bericht 1,7 Millionen Dateien mit Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs nannte.
Auch ein früherer Fall, bei dem ein Mann nach dem Missbrauch eines achtjährigen Mädchens eine Bewährungsstrafe erhielt, hatte die Frage nach dem Schutz von Kindern und der Konsequenz der Justiz aufgeworfen. In Feucht stehen die Ermittlungen erst am Anfang. Wird am Ende wieder ein Richter – aus welchen Gründen auch immer – eine unverständlich milde Strafe verhängen?








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