David Morens, jahrzehntelang enger Berater des früheren US-Seuchenchefs Anthony Fauci, hat sich vor einem Bundesgericht in Maryland schuldig bekannt, wie die Washington Post berichtet. Der 78-Jährige, von 2006 bis 2022 Senior Advisor im Büro des NIAID-Direktors, gestand einen Punkt „Verschwörung zur Begehung von Straftaten und zum Betrug an den Vereinigten Staaten“, ursprünglich war er im April mit fünf Anklagepunkten konfrontiert.
Konkret räumte Morens ein, mit mindestens einem Mitverschwörer vereinbart zu haben, Corona-bezogene Kommunikation über sein privates Gmail-Konto statt über die offizielle NIH-Adresse abzuwickeln, um Bundesunterlagen vor Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz zu verbergen. Wie belastend seine eigenen Worte sind, zeigt eine 2021 verschickte E-Mail, in der Morens schrieb: „i learned from our foia lady here how to make emails disappear after i am foia’d but before the search starts, so i think we are all safe.“
Im Zentrum des Falls steht ein Zuschuss namens „Understanding the Risk of Bat Coronavirus Emergence“ über 3,1 Millionen Dollar, der eine Unterförderung von 600.000 Dollar an das Wuhan Institute of Virology enthielt, vermittelt über die US-Organisation EcoHealth Alliance. Das NIH beendete die Förderung im April 2020, nachdem Vorwürfe eines möglichen Laborursprungs von Covid-19 laut geworden waren. Genau um die Kommunikation zu diesem Zuschuss drehte sich die verdeckte Absprache.
Als Mitverschwörer nennt die Anklage keine Namen, die Beschreibung passt jedoch auf Peter Daszak, den damaligen Präsidenten der EcoHealth Alliance, der selbst nicht angeklagt wurde. Morens soll im Gegenzug für seine Unterstützung, unter anderem half er, Fördermittel für den Partner zu sichern, Wein und Restauranteinladungen erhalten haben.
Fauci selbst wird in dem Verfahren nicht beschuldigt. Er hatte sich bereits 2024 öffentlich von Morens distanziert und ihm falsches Verhalten vorgeworfen, wie F-News bereits in der Analyse „Homburg: Der Meineid des Dr. Fauci“ dokumentierte. Senator Rand Paul spekulierte dennoch in sozialen Medien offen über eine mögliche Verwicklung Faucis. Bereits im vergangenen Jahr hatte F-News über neue Vorwürfe rund um Fauci, Wuhan und eine mögliche Vertuschung berichtet, das Geständnis liefert nun erstmals eine gerichtsfeste Bestätigung eines Teils dieser Vorwürfe.
Morens drohen bis zu fünf Jahre Haft und 250.000 Dollar Geldstrafe, die Urteilsverkündung ist für den 12. November 2026 angesetzt. Was jahrelang als Verschwörungstheorie abgetan wurde, die gezielte Verschleierung von Behördenkorrespondenz rund um die Wuhan-Förderung, ist damit erstmals kein Verdacht mehr, sondern ein Geständnis vor Gericht.








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