Fauci kannte mögliches Fehlgeburtsrisiko und schwieg öffentlich

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Neu veröffentlichte Textnachrichten von Anthony Faucis Diensttelefon belegen einen brisanten Widerspruch. Intern warnte der damalige Leiter des US-Instituts für Infektionskrankheiten im Januar 2021 vor einem möglichen Fehlgeburtsrisiko nach der zweiten Corona-Impfung. Kurz darauf erklärte er öffentlich, bei Tausenden geimpften Schwangeren seien keine Komplikationen bekannt.

Der Bericht von The Focal Points stützt sich auf Nachrichten, die die US-Senatoren Ron Johnson und Rand Paul aus Faucis Regierungstelefon veröffentlichen ließen. In einem Austausch mit der damaligen CDC-Direktorin Rochelle Walensky und Vivek Murthy schrieb Fauci am 25. Januar 2021, die starke Immunreaktion und das Fieber nach der zweiten Dosis könnten mit Fehlgeburten im ersten Schwangerschaftsdrittel verbunden sein.

Damit war das Risiko auf höchster Ebene bekannt und wurde diskutiert. Zugleich fehlten belastbare Sicherheitsdaten, weil Schwangere von den entscheidenden Zulassungsstudien ausgeschlossen worden waren. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hielt Anfang Januar 2021 ausdrücklich fest, dass keine Sicherheitsdaten für Schwangere vorlagen.

Nur wenige Wochen nach der internen Warnung klang Fauci öffentlich ganz anders. Am 10. Februar erklärte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, etwa 20.000 Schwangere seien bereits geimpft worden, ohne dass Komplikationen festgestellt worden seien. Eine offene Warnung vor dem von ihm selbst angesprochenen Fehlgeburtsrisiko erfolgte nicht.

Der Vorgang nährt den schweren Verdacht, dass Fauci die Risiken intern kannte, gegenüber der Öffentlichkeit aber bewusst verschwieg. Denn er sprach nicht über irgendein fernes Gedankenspiel. Er diskutierte eine konkrete mögliche Folge der zweiten Dosis in einer besonders empfindlichen Phase der Schwangerschaft und trat kurz danach mit einer pauschalen Entwarnung vor die Öffentlichkeit.

Im August 2021 empfahl die CDC die Corona-Impfung schließlich allen Schwangeren. Sie verwies auf eine Auswertung von fast 2.500 Frauen, bei denen nach einer mRNA-Impfung vor der 20. Schwangerschaftswoche kein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko festgestellt worden sei. Diese spätere Auswertung ändert nichts daran, dass die Impfkampagne zu Beginn ohne ausreichende Daten anlief und die intern diskutierten Zweifel nicht offen kommuniziert wurden.

The Focal Points verweist zusätzlich auf eine Studie von James Thorp und weiteren Autoren. Darin wurden Meldungen aus dem US-Nebenwirkungssystem VAERS ausgewertet. Die Autoren berichten bei allen 37 untersuchten Schwangerschafts- und Neugeborenenereignissen von statistischen Warnsignalen, darunter Fehlgeburten, Totgeburten, Fehlbildungen und Todesfälle bei Neugeborenen. Das Meldesystem beweist im Einzelfall keine Ursache, hätte aber nach Ansicht der Autoren zwingend weitere Untersuchungen auslösen müssen.

Fauci trägt auch heute nicht zur Aufklärung bei. Bei seiner Anhörung vor dem US-Senat am 29. Juli verweigerte er immer wieder die Aussage und berief sich mehr als 100-mal auf den fünften Verfassungszusatz. Ein Senatsausschuss stimmte daraufhin dafür, ihn wegen Missachtung des Kongresses an das Justizministerium zu verweisen.

F-News berichtete bereits über Stefan Homburgs Vorwürfe zu Faucis Tagebuch und seinen Aussagen vor dem Kongress. Auch die Frage, ob Risiken der mRNA-Impfstoffe systematisch verschwiegen wurden, steht längst im Raum.

Die neuen Textnachrichten liefern darauf eine hässliche Antwort. Intern wurde ein mögliches Fehlgeburtsrisiko besprochen. Öffentlich verbreitete Fauci Entwarnung. Und heute, da er den Widerspruch erklären könnte, schweigt er.

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