EKO Kajal: Zwei Syrer sollen 14-Jährige vergewaltigt haben – 18 Haftbefehle

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Der Ermittlungskomplex rund um den Nürnberger Hauptbahnhof wächst weiter. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt, sitzen nach den jüngsten Festnahmen inzwischen 18 Tatverdächtige auf Grundlage von Haftbefehlen in Untersuchungshaft. Zwei 16 und 18 Jahre alte syrische Staatsangehörige sollen zuletzt eine 14-Jährige in einem Park nahe dem Plärrer vergewaltigt haben.

Das Mädchen hatte am 31. August selbst Hilfe geholt. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei soll es für eine E-Zigarette zu sexuellen Handlungen gedrängt worden sein. Anschließend sollen die beiden Männer die 14-Jährige vergewaltigt haben. Sie erlitt Verletzungen und musste medizinisch versorgt werden. Beide Tatverdächtigen wurden festgenommen; ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehle.

Gleichzeitig wurde ein 29-jähriger staatenloser Mann palästinensischer Herkunft festgenommen, der bereits im Fokus der EKO Kajal stand. Ihm wird vorgeworfen, mehrfach Betäubungsmittel an Minderjährige abgegeben zu haben. Bei einer Verkehrskontrolle war er zunächst geflohen und hatte sich beim Sprung von der Stadtmauer verletzt. Der Haftbefehl wurde Ende August vollstreckt.

Die EKO Kajal war im Mai gegründet worden. Die erste Polizeimeldung beschrieb ein System, in dem Männer aus der Drogenszene gezielt Kontakt zu meist minderjährigen Mädchen aus schwierigen Verhältnissen suchten. Laut Polizei wurden die Mädchen mit Zuwendung, Kleidung oder Kosmetik angeworben, mit Crystal Meth und anderen Drogen abhängig gemacht und anschließend zu sexuellen „Dienstleistungen“ gedrängt. Der Verdacht umfasste von Beginn an auch sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen.

Schon damals nannte die Polizei überwiegend Personen syrischer, pakistanischer und nordafrikanischer Herkunft. Die späteren Fahndungs- und Festnahmemeldungen führen unter anderem syrische, pakistanische und irakische Staatsangehörige sowie einen staatenlosen Mann palästinensischer Herkunft auf. Zu den Vorwürfen gegen die mittlerweile Festgenommenen zählen Abgabe harter Drogen an Minderjährige, Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und Körperverletzung.

Die Zwischenbilanz zeigt, wie groß der Komplex ist. Ende Mai saßen zwei Tatverdächtige in Haft, Ende Juni waren es acht, Anfang Juli zehn und Ende Juli zwölf. Im August kamen weitere Männer hinzu, darunter ein 46-jähriger Syrer, dem die Polizei die sexuelle Ausbeutung von 15-Jährigen im Zusammenhang mit Drogen vorwirft, sowie ein 35-jähriger irakischer Staatsangehöriger, der sich an zwei minderjährigen Mädchen vergangen haben soll.

F-NEWS berichtete bereits über die Anfänge der EKO Kajal und die frühen Festnahmen zweier Syrer. Dass nach Monaten intensiver Ermittlungen nun 18 Haftbefehle vollstreckt wurden, zeigt keinen einzelnen Ausrutscher, sondern einen Kriminalitätskomplex, der im Bahnhofsumfeld über lange Zeit wachsen konnte.

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