Spanien: Einwohner setzen Migrantenlager in Ceuta in Brand

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In Ceuta ist die Migrationskrise in offene Gewalt umgeschlagen. Bei einer Protestaktion an der Playa Benítez drangen Demonstranten nach übereinstimmenden Berichten in ein improvisiertes Lager ein, beschädigten Unterkünfte und zündeten dort Strohdächer an. Die Polizei rückte an und ging nach Medienberichten gegen Teilnehmer der Proteste vor.

Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE meldet, hatten Demonstranten zuvor versucht, einen Lastwagen des Roten Kreuzes mit Lebensmitteln für die am Strand ausharrenden Migranten aufzuhalten. Anschließend seien zwei Strohdächer eines benachbarten kleinen Lagers in Brand gesetzt worden. Andere Medien berichten von weiteren Beschädigungen an den provisorischen Unterkünften.

Der Vorfall ist die bislang sichtbarste Eskalation seit dem massenhaften Grenzübertritt Ende Juli. Die Unterkünfte an den Stränden entstanden, weil das Aufnahmezentrum CETI überlastet ist. Die Proteste richten sich gegen die anhaltende Krise, die aus Sicht der Einwohner den Alltag und die Sicherheitslage der Stadt prägt.

Ceuta zeigt damit, was geschieht, wenn ein Staat die Kontrolle über seine Außengrenze verliert und die Folgen anschließend auf eine kleine Grenzstadt abwälzt. F-NEWS berichtete über die Barracken am Strand und die Alarmbereitschaft des Militärs. Auch nach dem zunächst gescheiterten Massenansturm Mitte August blieb die Lage vor Ort offenkundig ungelöst.

Für die Bewohner ist die Geduld erkennbar erschöpft. Doch Brandstiftung und Übergriffe lösen das Problem nicht. Verantwortlich für die Eskalation ist eine Politik, die den Grenzschutz nicht durchsetzt, die Aufnahmeinfrastruktur überfordert zurücklässt und dann zusieht, wie der Konflikt auf den Straßen ausgetragen wird.

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