Studie: Chinas Solarparks kosten Vögel den Lebensraum

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Der rasante Ausbau riesiger Solarparks in China kostet Vögel Lebensraum. Wie Breitbart und Climate Change Dispatch unter Verweis auf eine in Science veröffentlichte internationale Studie berichten, ging in chinesischen Regionen mit besonders starkem Solarausbau die Vielfalt der Vogelarten zurück.

Ausgewertet wurden Daten aus mehr als 2.000 Landkreisen. Die Autoren führen die Verluste vor allem auf die Umwandlung von Flächen zurück. Wo große Photovoltaikfelder entstehen, verschwinden oder zerschneiden sie Nahrungssuche, Brutplätze und Rückzugsräume. Betroffen sind laut Bericht besonders Arten, die auf bestimmte Vegetation angewiesen sind, sowie Fleisch- und Allesfresser unter den Vögeln.

Die Studie beschreibt zudem ein Problem, das als „inferior greening“ bezeichnet wird: Unter und zwischen den Modulen kann zwar Pflanzenwuchs entstehen, doch die Vegetation wird gleichförmiger. Dichte, ökologisch arme Grünflächen ersetzen keine vielfältige Landschaft. Für Insekten, Vögel und andere Tiere ist das kein Gewinn, wenn Nahrung und Schutzstrukturen verloren gehen.

Hinzu kommen Licht- und Wärmeeinflüsse der riesigen Anlagen sowie zerschnittene Landschaften. Berichte über Vögel, die Spiegelungen der Modulfelder mit Wasserflächen verwechseln und dadurch kollidieren, zeigen, dass es nicht bei der reinen Flächenbilanz bleibt. Die vermeintlich saubere Technik hat eine sichtbare ökologische Kehrseite, die in den Ausbauplänen regelmäßig untergeht.

Die Forscher schlagen vor, Großanlagen künftig eher in trockenen und dünn bewachsenen Regionen wie Wüsten- und Gobi-Gebieten zu errichten. Gerade das ist ein Eingeständnis: Nicht jede freie Fläche darf für die politisch forcierte Solarproduktion geopfert werden. F-NEWS berichtete bereits über die verdrängten Folgekosten der Energiewende, von problematischen Anlagenabfällen bis zu Sicherheitsrisiken.

China liefert mit seinem beispiellosen Ausbau das Anschauungsmaterial für eine Politik, die Flächenverbrauch als klimafreundlichen Fortschritt verkauft. In Deutschland wird derselbe Weg mit immer neuen Förderungen und Vorgaben vorangetrieben. Während Hausbesitzer bei der Energiepolitik zur Kasse gebeten werden, bleibt die ökologische Rechnung der Großprojekte oft unsichtbar. Über die Pläne, Solarstromerzeuger zusätzlich mit Netzentgelten zu belasten, hatte F-NEWS hier berichtet.

Solarenergie ist nicht automatisch Naturschutz. Wer Millionen Module über Landschaften zieht, kann Artenvielfalt und Lebensräume zerstören. Die Studie macht deutlich, dass die grüne Bilanz nicht mit dem Etikett „erneuerbar“ abgeschlossen ist.

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