So läuft es immer: Erst wird der Bürger mit Förderprogrammen, moralischem Druck und grünen Versprechen in eine neue Technik gelockt. Später merkt der Staat, dass irgendwo Geld fehlt. Dann werden aus Vorzeige-Pionieren ganz normale Steuerschlafschafe.
Nach Informationen von ntv sollen künftig auch private Solarstromerzeuger stärker an den Kosten des Stromnetzes beteiligt werden. Gemeint sind sogenannte Prosumer, also Haushalte, die mit Photovoltaik-Anlage, Speicher und Netzanschluss selbst Strom erzeugen, aber zugleich weiter auf das öffentliche Netz angewiesen bleiben.
Die Begründung klingt wie immer technisch und alternativlos. Das Stromnetz koste viel Geld, die Netzentgelte lägen bei rund 37 Milliarden Euro im Jahr und machten etwa 30 Prozent der Haushaltsstromrechnung aus. Wer weniger Strom aus dem Netz bezieht, zahle bisher auch weniger Netzentgelt, obwohl er das Netz weiterhin nutze. Also sollen Solaranlagen-Besitzer künftig zusätzlich zur Kasse gebeten werden.
Die Subventionsfalle schnappt zu
Für viele Bürger dürfte das wie ein schlechter Witz klingen. Jahrelang wurde ihnen erzählt, sie sollten Dächer vollbauen, Speicher kaufen, Wärmepumpe anschaffen und möglichst unabhängig werden. Wer investierte, galt als Teil der Lösung. Jetzt stellt sich heraus: Unabhängigkeit ist in Deutschland nur so lange erwünscht, bis sie die Einnahmemodelle des Systems stört.
Natürlich wird die neue Belastung zunächst klein gerechnet. Es ist von voraussichtlich weniger als 100 Euro im Jahr die Rede. Genau so beginnen solche Modelle. Erst kommt der Einstiegspreis, dann die Gewöhnung, danach die nächste Anpassung. Der Bürger soll lernen, dass auch selbst erzeugter Strom am Ende nicht frei von staatlich organisierten Nebenkosten bleibt.
Das Muster kennen wir bereits vom Elektroauto. Auch dort wurde erst mit Privilegien, Steuervergünstigungen und Kaufanreizen gelockt. Inzwischen läuft das Steuerparadies aus, und die Halter werden Schritt für Schritt in die normale Abgabenwelt zurückgeführt. F-NEWS hatte darüber bereits im Beitrag „E-Auto-Steuerparadies läuft ab“ berichtet.
Bei der Solaranlage passiert nun dasselbe in grün. Der Staat verkauft eine Investition als moralische Bürgerpflicht, subventioniert den Einstieg, verändert die Regeln und entdeckt anschließend neue Kostenstellen. Wer mitgemacht hat, sitzt auf der Anlage, auf dem Speicher, auf der Bürokratie und bald offenbar auch auf neuen Netzgebühren.
Die bittere Lehre: Wer sich vom Staat in ein Geschäftsmodell locken lässt, sollte nie glauben, die Rechnung sei endgültig bezahlt. In Deutschland ist jede Förderung nur die freundliche Vorstufe zur späteren Abgabe.







Kommentare
3 Kommentare
Ja,wenn man sieht was die Erlauchten, Erleuchteten so verdienen,mit Geld was denen nicht gehört,dann muss das schon sein,nicht wahr.Alles bei und versteuert,ja fliegende Teppiche,CO2 Teile,welche auch immer und all so was.Jaaaaa,so läuft das hier🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👈
Politiker sind die dummen Auslese und können es nicht. Nach dem Grundgesetz sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich und niemand sollte gefördert werden. Der geförderte ist ja dann privilegiert und die andern, die das zahlen müssen, sind diskriminiert.
Meiner Meinung nach hätte der Staat (oder die Staatssimulation) Solar und Wind nie in dem Maße fördern dürfen. Da waren über viele Jahre garantierte Renditen möglich, die man, wenn man die Investitionen mit Krediten gehebelt hat, in keinem anderen Bereich erhalten konnte.
Und bezahlen mussten es die Leute, die nicht in der Lage waren, daran zu partizipieren über den extrem hohen Strompreis. Also die Umverteilung von allen zu Reich…
Wenn man es marktwirtschaftlich betrachtet: Die heutigen Solaranlagen speisen den Großteil ihres Stromes ein, wenn er fast wertlos oder sogar wertlos ist und zusätzlich Kosten für die Abnahme ins Ausland verursacht.
Und dann wollen die Leute den Strom nachts und im Winter, wenn er am teuersten ist aus dem Netz haben. Dafür muss dann die ganze Doppelstruktur mit Stromkraftwerken vorgehalten werden.
Man kann also sagen, nicht nur die Einspeisung ist fast immer nutzlos sondern auch das Bezugsverhalten von Strom ist im höchsten Maße subventioniert.
Da müsste man eigentlich viel mehr Geld verlangen als 100 Euro im Jahr…
Gut ist, dass offenbar Inselanlagen, die keine Einspeisung haben, nicht betroffen sind. Wer also autark sein will, der kann das weiter sein, nur eben nicht auf Kosten der Allgemeinheit insb. derer, die arm sind.