China-Geschäft bricht ein: Deutsche Exporte gehen zurück

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Das deutsche Exportgeschäft hat nach fünf Monaten Wachstum wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Im Juli wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 138,2 Milliarden Euro ausgeführt. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Juni, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Besonders hart trifft es das Geschäft mit China. Die deutschen Ausfuhren in die Volksrepublik brachen binnen eines Monats um 9,5 Prozent auf nur noch 5,6 Milliarden Euro ein. Von Januar bis Juli summierten sich die Exporte nach China auf 42,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet das ein Minus von 12,7 Prozent.

In der Gegenrichtung sieht die Bilanz völlig anders aus. Deutschland importierte in den ersten sieben Monaten Waren für 107,3 Milliarden Euro aus China, 8,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Juli kamen Waren für 15,2 Milliarden Euro aus der Volksrepublik. Damit kaufte Deutschland im Juli fast dreimal so viel aus China ein, wie es dorthin verkaufte.

Die Entwicklung ist längst mehr als eine kurze Delle. China tritt auf den Weltmärkten zunehmend selbst als Hersteller hochwertiger Industrieprodukte auf und verdrängt deutsche Anbieter. Besonders sichtbar ist das bei Autos. F-NEWS zeigte bereits, wie China die deutsche Automobilindustrie auf ihrem einst wichtigsten Wachstumsmarkt zurückdrängt. Inzwischen exportiert das Land mehr als eine Million Fahrzeuge im Monat.

Auch in anderen Absatzmärkten ging es im Juli bergab. Die Exporte in die Europäische Union sanken gegenüber Juni um 1,6 Prozent. In die Eurozone wurden sogar 2,8 Prozent weniger Waren geliefert. Das Geschäft mit Großbritannien schrumpfte um 7,2 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro.

Nur die USA verhinderten ein noch schlechteres Bild. Die deutschen Ausfuhren dorthin stiegen gegenüber Juni um 19,1 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Juli 2025 lag das Plus bei 28,3 Prozent. Für die ersten sieben Monate steht allerdings auch im US-Geschäft noch ein Rückgang von 1,5 Prozent.

Gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat lagen die gesamten deutschen Exporte im Juli zwar 6,1 Prozent höher. Der aktuelle Monatsrückgang und der anhaltende Einbruch in China bleiben dennoch ein Warnsignal. Deutschlands altes Geschäftsmodell, Industrieprodukte in alle Welt und besonders nach China zu verkaufen, verliert weiter an Boden.

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