China exportiert eine Million Autos im Monat – Deutschlands Autobauer verlieren den Anschluss

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Tausende Neuwagen warten in einem chinesischen Exporthafen auf die Verschiffung
Symbolbild: Chinas Autobauer drängen mit Rekordmengen auf die Weltmärkte.

China hat im Juni erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge innerhalb eines Monats exportiert. Nach Angaben des chinesischen Herstellerverbandes CAAM wurden 1,037 Millionen Autos ausgeführt – 75,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allein 523.000 davon waren Elektroautos oder Plug-in-Hybride.

Der vom Handelsblatt gemeldete Rekord trifft die deutsche Autoindustrie im denkbar schlechtesten Moment. Volkswagen, BMW, Mercedes und Porsche verloren im zweiten Quartal auf dem chinesischen Markt zwischen 30 und 41 Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr sank ihr China-Absatz jeweils um mehr als ein Fünftel.

China übernimmt damit doppelt: Heimische Hersteller verdrängen deutsche Marken auf deren einstigem Wachstumsmarkt und exportieren die frei werdenden Kapazitäten anschließend in alle Welt. BYD, Geely und andere Konkurrenten greifen Volkswagen, BMW und Mercedes nun auch in Europa und weiteren Kernmärkten an.

Beim Volkswagen-Konzern brachen die Auslieferungen in China im ersten Halbjahr laut Unternehmensangaben um 25,9 Prozent ein. Während deutsche Konzerne Modelle streichen, Kosten senken und Arbeitsplätze abbauen, füllen chinesische Hersteller die Transportschiffe.

China profitiert nicht nur vom Niedergang der deutschen Autobauer – es beschleunigt ihn. Jeder verlorene Marktanteil schwächt Entwicklung, Produktion und Beschäftigung in Deutschland, während der Konkurrent größer, günstiger und technologisch stärker wird. Aus dem wichtigsten Absatzmarkt der Deutschen ist ihr gefährlichster Gegner geworden.

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