Berlins Schulen am Limit: Fast 400 Lehrer seit mindestens einem Jahr krank

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An Berlins öffentlichen Schulen sind 380 Lehrkräfte seit mindestens einem Jahr durchgehend krankgeschrieben. Das berichtet die Tagesschau unter Berufung auf den Rundfunk Berlin-Brandenburg. Unter den Betroffenen sind 225 Beamte und 155 Angestellte.

18 Lehrkräfte fehlen demnach bereits seit mindestens zehn Jahren. Die veröffentlichten Daten nennen weder Alter noch Diagnosen der Betroffenen. Rückschlüsse auf einzelne Krankheitsursachen sind deshalb nicht möglich.

Die Berliner Bildungsverwaltung ist Dienstbehörde für rund 34.000 Lehrkräfte. Die 380 Langzeitfälle entsprechen damit gut einem Prozent des Personals. Für die Schulen müssen diese Ausfälle dennoch durch Vertretung, Mehrarbeit oder eine veränderte Unterrichtsplanung aufgefangen werden.

Berlin schreibt fortlaufend Stellen für befristete Vertretungslehrkräfte aus. Langzeiterkrankte bleiben jedoch zunächst Teil des Personalbestands. Bei Beamten kann die Dienstfähigkeit ärztlich geprüft werden; je nach Ergebnis kommen eine Rückkehr, eine andere Verwendung oder die Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit infrage.

Die neuen Zahlen treffen ein Schulsystem, das bereits mit Personalmangel und zusätzlichen Belastungen kämpft. F-NEWS berichtete zuvor über Gewalt an Berliner Schulen und über den Zustand zahlreicher Schulgebäude.

Offen bleibt, wie viele Unterrichtsstunden durch die 380 Langzeiterkrankungen ausfallen, wie viele Stellen vollständig ersetzt wurden und in welchen Abständen die Dienstfähigkeit der seit Jahren fehlenden Beamten überprüft wird.

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