Apple steht vor einem ungewöhnlich vollen Geräteherbst. Die jüngsten Berichte zeichnen ein Bild aus neuen Pro-iPhones, dem ersten faltbaren iPhone, frischen Macs, einer neuen Apple Watch und einem größeren Angriff auf das vernetzte Zuhause. Bestätigt ist davon vor der offiziellen Präsentation nichts. Doch mehrere Angaben stammen aus wiederholt treffsicheren Lieferkettenberichten und von Bloomberg-Reporter Mark Gurman, andere sind deutlich unsicherer.
Am besten abgesichert ist die Vorstellung des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max im September. Nach der laufend aktualisierten Geräteübersicht von MacRumors sollen beide Modelle einen A20-Pro-Chip aus dem Zwei-Nanometer-Verfahren, Apples eigenes C2-Modem, eine kleinere Dynamic Island und eine Hauptkamera mit variabler Blende erhalten. Als neue Farben kursieren Dunkelkirschrot und Blau. Die variable Blende wäre mehr als Kosmetik: Sie könnte Apple bei Porträts und Aufnahmen mit wenig Licht deutlich mehr Kontrolle geben.
Der eigentliche Star soll jedoch Apples erstes faltbares iPhone werden. In den Berichten tauchen die Namen iPhone Fold und iPhone Ultra auf. Erwartet wird ein buchartig aufklappbares Gerät mit etwa 5,3 Zoll großem Außendisplay und 7,6 Zoll großem Innendisplay. Geöffnet soll es rund 4,5 Millimeter dünn sein. Die Falte im Bildschirm wolle Apple nahezu unsichtbar machen. Genannt werden ein A20-Chip, zwei rückwärtige Kameras und Touch ID im Einschaltknopf statt Face ID. Der spekulierte Preis reicht bis 2.500 Dollar. Gerade bei Displaygröße, Kameras und Preis widersprechen sich einzelne Quellen noch, der Start im Herbst gilt inzwischen aber als vergleichsweise gut gestützt.
Eine große Änderung betrifft den gesamten iPhone-Zeitplan. 9to5Mac berichtet von einem geteilten Modellzyklus: Im Herbst 2026 sollen nur iPhone 18 Pro, Pro Max und das faltbare Spitzenmodell erscheinen. Das normale iPhone 18, das iPhone 18e und ein möglicherweise überarbeitetes iPhone Air 2 würden erst im Frühjahr 2027 folgen. Apple würde damit zunächst ausschließlich die teuersten Geräte ins Schaufenster stellen. Wer im September ein neues Modell will, soll offenbar tiefer in die Tasche greifen.
Bei der Apple Watch Series 12 ist die Gerüchtelage erstaunlich dünn. Erwartet werden im September vor allem ein neuer Chip und interne Verbesserungen, nicht aber ein kompletter Umbau. Eine Apple Watch Ultra 4 wird ebenfalls gehandelt, doch selbst gut informierte Beobachter halten es für möglich, dass Apple diese Generation auslässt. Meldungen über nichtinvasive Blutzuckermessung gehören weiterhin in die Zukunft und nicht auf die Liste sicherer Funktionen.
Auch das iPad mini 8 könnte im September erscheinen. Die wichtigste Neuerung wäre ein OLED-Display. Zusätzlich kursieren ein wasserfesteres Gehäuse, ein vibrationsbasierter Lautsprecher ohne sichtbare Öffnungen und ein leistungsstarker A20-Chip. Ein neues iPad Pro ist für 2026 dagegen nach aktueller Gerüchtelage nicht vorgesehen. M6-Chip und aufwendigere Kühlung werden erst für 2027 erwartet.
Bei den Macs verdichtet sich die Lage. Bloomberg berichtete am 22. Juli, Apple bereite neue Versionen praktisch aller Mac-Baureihen für den Herbst und das kommende Jahr vor. Den Anfang sollen ein 14-Zoll-MacBook Pro mit M6-Chip und neue iMacs machen. Für Ende 2026 oder Anfang 2027 wird außerdem ein grundlegend überarbeitetes MacBook Pro oder „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreen gehandelt. Der Termin ist unsicher, ebenso die Chipausstattung der teureren 14- und 16-Zoll-Modelle. Mac Studio und Mac mini mit neueren Chips befinden sich ebenfalls in Entwicklung, könnten wegen Speicherknappheit und Kosten aber ins Jahr 2027 rutschen. F-NEWS hatte bereits über das günstige MacBook Neo und Apples Angriff auf den Notebook-Markt berichtet.
Besonders viel hängt an der überarbeiteten Siri. Apple soll einen Home-Hub mit rund sieben Zoll großem Display vorbereiten, wahlweise für die Wand oder auf einem Lautsprecherfuß. Dazu werden ein neues Apple TV 4K mit A17 Pro, ein HomePod mini 2 und eine eigene Innenraumkamera genannt. Apple TV und HomePod gelten technisch als weitgehend fertig, ihre Veröffentlichung soll aber an der neuen Siri hängen. Genau dort hat Apple schon mehrfach Termine gerissen. Dass die intelligente Siri in Europa zusätzlich durch Regulierung und Produkteinführung ausgebremst wird, hatte F-NEWS nach der WWDC 2026 beschrieben.
Bei AirPods mit Infrarotkameras, einer Face-ID-Türklingel und Apple-Brillen ist Vorsicht angebracht. Diese Produkte sind in Entwicklung oder wurden von mehreren Quellen beschrieben, werden nach der aktuellsten Terminlage aber eher 2027 erwartet. Möglich ist allenfalls eine frühe Ankündigung. Wer jetzt mit einem Kauf wartet, kann sich daher an drei Gruppen orientieren: Pro-iPhones und Watch im September gelten als wahrscheinlich, iPad mini und neue Heimgeräte als plausibel, OLED-MacBook, Kamera-AirPods, Türklingel und Brille bleiben Terminwetten. Apple selbst schweigt. Bis zur Einladung zum Herbst-Event bleibt jedes Detail ein Leak und kein Datenblatt.








Schreibe einen Kommentar