Der Wahlausgang in Sachsen-Anhalt hat nicht nur die politische Lage verschoben. Er rückt auch eine Position in den Blick, die im Wahlkampf kaum vorkam: Die AfD will Bitcoin als freies Geld stärken, die Selbstverwahrung schützen und dem digitalen Euro eine klare Absage erteilen. Wie die Coinzeitung zusammenfasst, setzt die Partei dabei nicht auf staatlich beaufsichtigte Tokenmärkte, sondern auf das Gegenmodell zu Zentralbank- und Bankenmacht.
Bitcoin bezeichnet die AfD in ihrem Bundestagswahlprogramm als staatsfreies Geld und als Kandidaten im Wettbewerb der Währungen. Damit trifft sie einen Punkt, den Brüssel, EZB und Bundesregierung seit Jahren lieber unter immer neuen Regelwerken begraben: Wer sein Geld selbst verwahrt, ist weniger abhängig von Banken, Zahlungsdienstleistern und staatlichen Freigaben.
Im Zentrum steht das Recht auf Eigenverwahrung. Bitcoin soll in einer eigenen Wallet gehalten werden dürfen, ohne Zwang zur Verwahrung bei Bank oder Kryptobörse. Das ist kein technisches Detail. Wer die privaten Schlüssel kontrolliert, kontrolliert auch den Zugang zu seinem Vermögen. Gerade vor dem Hintergrund der geplanten Meldepflichten und neuen Überwachungsinstrumente ist das ein entscheidender Unterschied. F-NEWS berichtete bereits über die Steuerpläne der Bundesregierung für Kryptowährungen, die Börsen und Finanzämter noch enger zusammenführen sollen.
Auch steuerlich verlangt die AfD weniger Zugriff. Die Umsatzsteuerfreiheit von Bitcoin-Transaktionen und die einjährige Haltefrist für private Veräußerungsgewinne sollen erhalten bleiben. Das steht quer zu den Bestrebungen, jede Bewegung im Kryptobereich regulatorisch zu erfassen und auswertbar zu machen.
Besonders klar ist die Trennlinie beim digitalen Euro. Während die EZB ihre digitale Zentralbankwährung als bequeme Ergänzung verkauft, warnt die AfD vor programmierbaren Einschränkungen, Überwachung und der schleichenden Verdrängung von Bargeld. F-NEWS hatte die Pläne der Bundesbank, Wero und digitalen Euro in einer Wallet zu verschmelzen, bereits als nächsten Schritt zum Kontrollgeld eingeordnet.
Der Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt ändert weder MiCA noch deutsches Steuerrecht über Nacht. Aber er zeigt: Die Forderung nach Bargeld, Bitcoin und privater Selbstverwahrung ist politisch kein Randthema mehr. Wer seine finanzielle Freiheit verteidigen will, braucht keinen digitalen Euro mit eingebauter Aufsicht, sondern Geld, das nicht erst von Behörden und Banken genehmigt werden muss.








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