WM im „Tempel des Fußballs“: Schamane sieht dunkle Energien hinter dem Mega-Event

Eine schamanisch gekleidete Person blickt von hinten in ein hell erleuchtetes Fußballstadion in Mexiko-Stadt.
Symbolbild

Kurz vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM in Mexiko veröffentlichte der schamanische Coach Lars Koehne ein Video mit einer ungewöhnlichen und provokanten Frage: Finden große Sportveranstaltungen womöglich bevorzugt an Orten statt, die historisch mit Gewalt, Opferungen und Tod verbunden sind? Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist der WM-Auftakt im sogenannten „Tempel des Fußballs“, dem Aztekenstadion in Mexiko-Stadt.

In seinem rund 16-minütigen Beitrag „Schamanen warnen: Hinter der WM verbirgt sich etwas dunkles…“ verweist Koehne auf die räumliche Nähe zu den Ruinen des einstigen Haupttempels der Azteken. Dort fanden über lange Zeit auch Menschenopfer statt. Für Koehne ist diese historische Verbindung kein bedeutungsloser Zufall. Er vertritt die persönliche Auffassung, dass Orte, an denen großes Leid geschehen ist, über Generationen energetisch belastet bleiben könnten.

Von Mexiko schlägt er den Bogen nach Deutschland. Koehne erinnert sich an seine Zeit als freier Autor beim Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig. Die heutige MDR-Zentrale sei auf dem Gelände eines früheren Großschlachthofs errichtet worden, auf dem über Jahrzehnte Millionen Tiere getötet wurden. Nach seiner Schilderung habe er sich dort stets unwohl gefühlt. Erst später habe er dieses Empfinden mit der Vergangenheit des Ortes in Verbindung gebracht.

Weitere Beispiele sucht Koehne auf der ganzen Welt. Er nennt den Petersplatz im Vatikan, die Place de la Concorde in Paris, ehemalige Schlachthofgelände in Madrid und Wien sowie historische Hinrichtungsstätten in Tokio, London und Saudi-Arabien. Seine Beobachtung: Plätze, an denen einst Blut floss, seien später erstaunlich häufig zu politischen, religiösen oder gesellschaftlichen Zentren geworden.

Aus schamanischer Sicht könnten gewaltsame Todesfälle Spuren hinterlassen, die auf Menschen und ihre Umgebung einwirken. Koehne spricht in diesem Zusammenhang von spiritueller Reinigung, Räucherungen und Meditation. Entsprechende Praktiken vermittelt er auch in seiner „Schamanischen Geistschule“.

Gerade diese Mischung aus Geschichte, persönlichem Empfinden und spiritueller Interpretation sorgt für Aufmerksamkeit. Unter dem Video finden sich zahlreiche zustimmende Reaktionen und Berichte von Zuschauern, die nach eigener Aussage ebenfalls Erfahrungen mit vermeintlich „belasteten Orten“ gemacht haben.

Ob man Koehnes Gedankengang als spirituelle Wahrnehmung, kulturelle Symbolik oder spekulatives Gedankenspiel versteht, bleibt jedem selbst überlassen. Sein Video lenkt den Blick jedenfalls auf eine Seite moderner Mega-Events, die in der glitzernden Inszenierung gewöhnlich ausgeblendet wird: die oft blutige Geschichte des Bodens, auf dem heute gefeiert, regiert und Milliarden verdient werden.

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