Windkraftpionier SOWITEC insolvent – AfD sieht grünen Wunschzauber gescheitert

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Windkraftanlagen stehen auf einem bewaldeten Höhenzug in Baden-Württemberg
Symbolbild: Windkraftanlagen auf einem bewaldeten Höhenzug in Baden-Württemberg.

Der Windkraftentwickler SOWITEC aus Sonnenbühl hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind die SOWITEC group GmbH sowie die Gesellschaften SOWITEC international, SOWITEC operation und SOWITEC projekt. Die Anträge wurden beim Amtsgericht Tübingen wegen Zahlungsunfähigkeit und insolvenzrechtlicher Überschuldung gestellt.

Nach der Mitteilung des Unternehmens scheiterten zuletzt sämtliche Versuche, Forderungen eines Lieferanten und Ansprüche aus Aval-Bürgschaften zu stunden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Betrieb nach Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters zunächst fortgeführt wird.

Der naturschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, Max Gerner, wertet die Insolvenz als Warnsignal: „Die Insolvenz von SOWITEC ist ein Warnsignal für eine Energiepolitik, die mit der Realität unseres Landes nichts zu tun hat.“

Baden-Württemberg sei kein Windland, sondern ein Schwachwindland, erklärt Gerner. Wenn selbst ein regionaler Windkraftpionier auf die Schwierigkeiten von Projekten in Süddeutschland durch Topographie, Infrastruktur und hohe Kosten verweise, zeige dies, dass die Windkraftpläne der Landesregierung von Beginn an stärker von Ideologie als von wirtschaftlicher Vernunft geprägt gewesen seien.

Gerner kritisiert insbesondere den Bau von Windkraftanlagen auf sensiblen Höhenlagen, in Wäldern und gewachsenen Kulturlandschaften. Die Landesregierung wolle Baden-Württemberg trotz seiner geografischen Nachteile mit Windindustrieanlagen überziehen. Das sei keine nüchterne Energiepolitik, sondern „grüner Wunschzauber“.

Nach Ansicht des AfD-Abgeordneten scheitert der forcierte Ausbau inzwischen nicht mehr nur an Bürgerprotesten und Naturschutzbedenken, sondern auch an der wirtschaftlichen Wirklichkeit. Die Insolvenz eines der bekanntesten Projektentwickler aus dem Land liefert dieser Kritik neue Nahrung. Während die Politik immer größere Ausbauziele verkündet, schafft es ein Unternehmen aus der ersten Reihe der Branche nicht mehr, seine laufenden Verpflichtungen zu erfüllen.

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