Wieder einmal greift ein Mann einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand an. Wieder einmal wird geschossen. Wieder einmal gibt es nur die übliche dürre Pressemitteilung ohne Hintergründe.
Am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr wurde ein Polizeibeamter im Bereich des Kaisertors in Wiesbaden von einem Mann mit einem spitzen Gegenstand angegriffen und verletzt. Der Beamte machte von seiner Dienstwaffe Gebrauch und verletzte den Angreifer. Beide wurden medizinisch versorgt, der Täter kam ins Krankenhaus. Das Hessische Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen übernommen – wie immer, wenn Polizisten schießen müssen.
Mehr erfährt die Öffentlichkeit nicht. Kein Wort zur Identität des Täters, zu seinem Hintergrund, zu möglichen Vorstrafen oder zum Motiv. Stattdessen die Standardfloskel: „Die genauen Umstände sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.“
Das Muster ist mittlerweile erschreckend vertraut. Messerangriffe auf Polizisten, sofortige Schusswaffengebrauch, und dann die große Stille. Die genauen Hintergründe werden wie gewohnt verschwiegen. Man kann sie sich denken.







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