In den Bergen rund um das Aufnahmelager CETI in der spanischen Exklave Ceuta sollen illegal eingereiste marokkanische Migranten wiederholt Mädchen und Frauen entführt und in Gruppen vergewaltigt haben. Das berichtet die Polizeigewerkschaft Jupol, wie unter anderem La Gaceta meldet.
Jupol-Sprecherin Laura García schildert die Lage drastisch: „Es gab viele Vergewaltigungen. Bei jeder Schicht erhalten wir Anrufe über neue Fälle.“ Insgesamt gehen bei der Polizei rund 200 Anrufe pro Schicht ein, ein beträchtlicher Teil davon Meldungen sexueller Übergriffe.
Konkret dokumentiert sind laut Gewerkschaft mindestens zehn sexuelle Übergriffe zwischen dem 30. Juli und dem 5. August, betroffen sind Mädchen ab 14 Jahren sowie erwachsene Frauen. Bei mehreren Opfern stellten Ärzte sichtbare Genitalverletzungen fest. Formell Anzeige erstattet haben bislang jedoch nur sechs der Betroffenen, festgenommen wurde bislang ein einziger Verdächtiger, nach einem Angriff auf eine Minderjährige auf der Avenida de Lisboa. Die übrigen mutmaßlichen Täter halten sich weiterhin frei in der Stadt auf. Nach Angaben der Guardia Civil sind es inzwischen insgesamt 15 dokumentierte Vergewaltigungen seit Beginn der aktuellen Zuwanderungswelle.
Wie bedrohlich die Lage inzwischen wahrgenommen wird, zeigt ein Detail aus den Berichten: Rund 30 marokkanische Mädchen, einige erst zehn Jahre alt, suchen mittlerweile aus eigenem Antrieb Schutz unter geparkten Polizeifahrzeugen. Auslöser der aktuellen Welle ist der jüngste Massenansturm auf die Grenze, bei dem Ende Juli rund 80.000 Menschen versuchten, nach Ceuta zu gelangen. F-News hatte bereits berichtet, wie Tausende aus Marokko die Grenzanlagen überrannten und wie ein erneuter Ansturm Mitte August nur knapp verhindert werden konnte. Mehrere Tausend Migranten sind seither in der Stadt geblieben, ohne dass die Situation unter Kontrolle wäre.
Während Polizisten vor Ort von einer eskalierenden Sicherheitslage sprechen, bestreitet die zuständige Ministerin Ana Redondo öffentlich jedes Problem und erklärt, betroffene Minderjährige befänden sich in „sicheren Räumen“. Zwischen dieser offiziellen Sprachregelung und den Schilderungen der eigenen Polizeigewerkschaft klafft eine Lücke, die sich kaum noch wegreden lässt.
Wo Mädchen unter Streifenwagen Schutz suchen müssen, weil der Staat weder die eigene Grenze noch die eigenen Bürger schützt, wird jede Beschwichtigung aus Madrid zur Zumutung. Ceuta zeigt im Kleinen, wohin unkontrollierte Masseneinwanderung führt, wenn Behörden lieber das Bild schönen, als die Lage in den Griff zu bekommen.
Quellen: La Gaceta, Alerta Digital und OKDiario.







