Fotos und Videos bringen wir aus jedem Urlaub mit nach Hause. Doch auch unser Geruchssinn speichert Erlebnisse: die salzige Luft am Strand, Kaffee und Kuchen auf dem Pariser Montmartre, Kebab in Istanbul oder der Duft frischer Schmalznudeln in Österreich. Oder an das Bier im Hofbräuhaus in München.
Manchmal genügt Jahre später ein einziges vertrautes Aroma – und die Erinnerung ist wieder da.
Genau darauf setzt das Urlaubs-Duft-Kästchen.
Es enthält 20 kleine Fläschchen mit jeweils zehn Millilitern. Auf den Etiketten stehen keine Parfümnamen, sondern konkrete Reiseziele: Teneriffa, Loro Parque. Paris, Montmartre. Florida, Clearwater Beach. Rom, Piazza Navona. Istanbul, Großer Basar. Dubai, Gold Souk. Québec, Altstadt im Winter.
Jede Mischung erinnert an die charakteristischen Düfte des jeweiligen Ortes: Meeresluft, Wochenmarkt, Kaffee und Gebäck, Gewürze, tropische Pflanzen,heißes Pflaster oder warme Hölzer. Mithilfe künstlicher Intelligenz und des Laborbaukastens „Mai Li“ aus Shanghai gelang es zwei Berliner Studenten, die Idee im Labor umzusetzen. Dort wurden die einzelnen Aromen so lange kombiniert und verglichen, bis aus wenigen Duftnoten eine möglichst überzeugende Erinnerung an den jeweiligen Urlaubsort entstand.
Die Fläschchen werden in kleinen Schächtelchen aus Bambusholz aufbewahrt und mit biologischem Brandenburger Bienenwachs haltbar gemacht.
Zuhause auf dem Sofa, wenn einen das Fernweh wieder packt, öffnet man ein Fläschchen. Ein Tropfen auf eine Papierserviette genügt. Und sofort erwacht das Urlaubsziel wieder in unseren Gedanken. Jetzt noch einen Cuba Libre, ein Glas Rotwein oder einen Mokka dazu, die Augen schließen und den teuren Urlaub noch einmal genießen.
Entspannung pur
Da ein einziger Tropfen genügt, reicht der Inhalt für Jahre. Auch als Mitbringsel beim Besuch von Freunden und Bekannten dürfte das Kästchen ein Highlight sein. Statt Blumen oder der üblichen Flasche Wein bringt man diesmal eben ein paar Milliliter Urlaub mit.
Nur die offizielle Zertifizierung steht noch aus. Die Aromen gelten schließlich als Klimabeeinflusser. Offiziell sagt man, damit ließen sich Zweitreisen auch reduzieren.






