Der umstrittene Polizeigewerkschaftler Sven Hüber tritt nach Informationen von F-NEWS von seinem Posten zurück. Der Vorsitzende des Hauptpersonalrats der Bundespolizei und stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei war in den vergangenen Wochen wegen seiner Aussagen zu einer möglichen AfD-Regierung und seiner DDR-Vergangenheit massiv in die Kritik geraten.
Hüber hatte in einem Beitrag für die GdP-Zeitschrift „Deutsche Polizei“ Szenarien für den Fall einer AfD-Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt entworfen. Er sprach dabei über einen möglichen Einsatz von Polizeikräften auf Weisung des Bundesinnenministers. F-NEWS berichtete über den Vorstoß des Ex-DDR-Politoffiziers gegen eine AfD-Regierung und über seine Forderung, sich auf ein entsprechendes Szenario vorzubereiten.
Besonders brisant wurden danach neue Vorwürfe zu Hübers Zeit bei den DDR-Grenztruppen. Ein Zeitzeuge belastete ihn schwer. Hüber soll demnach an Misshandlungen eines Mauerflüchtlings beteiligt gewesen sein. F-NEWS fasste die Angaben und die Reaktion von Hübers Anwalt in dem Beitrag „Pistole in den Mund, Tritte ins Gesicht: Polizeigewerkschaftler Hüber schwer belastet“ zusammen.
Zuvor hatte Hüber auch versucht, gegen den Historiker Hubertus Knabe vorzugehen. Knabe hatte die politische Neutralität des obersten Personalvertreters der Bundespolizei infrage gestellt und auf dessen Vergangenheit als DDR-Politoffizier verwiesen. Darüber berichtete F-NEWS unter dem Titel „Ex-DDR-Politoffizier Hüber will Historiker Knabe den Mund verbieten“.
Mit dem Rücktritt endet Hübers jahrzehntelange Funktion an der Spitze des Hauptpersonalrats der Bundespolizei. Die Vorgänge werfen zugleich die Frage auf, wie ein ehemaliger Politoffizier der DDR-Grenztruppen so lange eine derart einflussreiche Position im heutigen Polizeiapparat innehaben konnte.








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