Der US-amerikanische Publizist und frühere stellvertretende Finanzminister Paul Craig Roberts vertritt in einem neuen Beitrag die These, westliche Staaten hätten ihre Antirassismuspolitik gegen die eigene weiße Mehrheitsbevölkerung gerichtet. Als Ausgangspunkt nimmt er einen Todesfall im englischen Southampton und die Reaktionen von Polizei, Politik und Öffentlichkeit.
Roberts schreibt, der junge Brite Henry Nowak sei von einem schwarzen Einwanderer fünfmal mit einem Messer verletzt worden. Die Polizei habe Nowaks Aussage, er sei niedergestochen worden und bekomme keine Luft, nicht ernst genommen. Statt den mutmaßlichen Angreifer festzunehmen und medizinische Hilfe zu rufen, hätten die Beamten den sterbenden Nowak mit Handschellen gefesselt. Roberts führt dieses Verhalten auf eine Ausbildung zurück, die Polizisten darauf konditioniere, in Konflikten zuerst den weißen Beteiligten als Aggressor zu betrachten.
Mehrere Tausend Bürger hätten anschließend vor einer Polizeistation Rechenschaft für Nowaks Tod verlangt. Premierminister Keir Starmer habe die Demonstranten nach Roberts’ Darstellung als rechtsextreme Randalierer und rassistische Schläger bezeichnet. Roberts sieht darin eine Umkehrung des Geschehens: Nicht der tödliche Angriff und das Verhalten der Polizei würden als rassistisch behandelt, sondern der Protest weißer britischer Bürger gegen den Umgang mit dem Opfer.
Roberts fragt, wie die britische Labour Party, die früher die einheimische Arbeiterschaft vertreten habe, zu einer Politik gelangen konnte, die Beschwerden über Kriminalität, Migration und staatliche Ungleichbehandlung als Ausdruck weißen Rassismus behandle. Seiner Ansicht nach gelten weiße Bürger inzwischen schon dann als verdächtig, wenn sie sich gegen Gewalt oder Benachteiligung zur Wehr setzen.
„In NO Western country do white ethnic citizens have the protection of law.“
Damit fasst Roberts seine zentrale Aussage zusammen: In keinem westlichen Staat genieße die weiße ethnische Bevölkerung noch den vollen Schutz des Rechts. Die eigenen Regierungen hätten sich gegen sie gestellt. Das britische Bekenntnis zur „racial equality“ bedeute nach Roberts nicht, alle Menschen gleich zu behandeln oder Hautfarbe unbeachtet zu lassen. Es bedeute vielmehr, Rassismus grundsätzlich als Eigenschaft weißer Menschen zu definieren.
Diese Denkweise erkennt Roberts nicht nur in Großbritannien. Er nennt die Vereinigten Staaten unter der Regierung Biden, Kanada und die Staaten Westeuropas. Institutionen, Universitäten, Schulen und private Organisationen vermittelten Weißen, sie seien aufgrund ihrer Geschichte schuldig, privilegiert und unterdrückerisch. Daraus werde die Forderung abgeleitet, politische Macht, gesellschaftlichen Einfluss und kulturelle Selbstbehauptung zugunsten früher benachteiligter Gruppen aufzugeben.
Roberts verweist außerdem auf Berichte aus skandinavischen Ländern über sexuelle Gewalt durch migrantische Täter. Nach seiner Darstellung würden Opfer und Zeugen aus Angst vor Rassismusvorwürfen schweigen, während Kritik an Einwanderung und migrantischer Kriminalität strafrechtlich oder gesellschaftlich verfolgt werde. Er sieht darin ein System, das den Schutz der einheimischen Bevölkerung dem Ziel einer antirassistischen Gesellschaftspolitik unterordnet.
Als weiteres Beispiel nennt Roberts neue Leitlinien für Kindergärten in Wales. Betreuungskräfte sollten demnach bereits bei Dreijährigen prüfen, ob ein Verhalten als rassistisch oder als Hassvorfall eingestuft werden könne, und gegebenenfalls Behörden einschalten. Roberts wertet solche Programme als Ausdruck einer Ideologie, die weißen Kindern von frühester Kindheit an eine besondere rassistische Schuld zuschreibe.
Die Folge sei eine tiefgreifende Veränderung der westlichen Gesellschaften. Roberts schreibt, weiße Mehrheiten wählten Politiker aus Einwanderergruppen in öffentliche Ämter, während eine politische Interessenvertretung für die weiße Bevölkerung grundsätzlich als rassistisch bekämpft werde. Andere Gruppen könnten eigene Führungspersönlichkeiten, Verbände und Interessen formulieren; Weißen werde dies verwehrt.
Roberts spricht deshalb von einer Zwei-Klassen-Polizei im gesamten Westen. Behörden, Bildungseinrichtungen und Regierungen hätten die Vorstellung übernommen, Rassismus könne nur von Weißen ausgehen. Dadurch würden Täter und Opfer nicht mehr nach ihrem Verhalten beurteilt, sondern nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Für Roberts ist der Fall Henry Nowak ein Beispiel dafür, wohin diese institutionelle Sichtweise führen kann.
Seine Schlussfolgerung fällt eindeutig aus: Multikulturalismus und staatlich organisierter Antirassismus hätten die europäischen Nationalgesellschaften nicht geeint, sondern ihre einheimischen Bevölkerungen politisch entmündigt. Der Westen habe eine Ordnung geschaffen, in der weiße Bürger kollektiv unter Verdacht stünden und ihre eigenen Regierungen nicht länger als Vertreter ihrer Interessen auftreten.
Quelle: Paul Craig Roberts: The White Countries Have Become Rabidly Racist Against White People







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