Nephilim, Dämonen und die Welt vor der Sintflut: Orthodoxer Priester sorgt mit Thesen für Aufsehen

Symbolbild: vorsintflutliche Ruinen, Flutwasser und schemenhafte Nephilim-Gestalt
Symbolbild: Vorsintflutliche Welt und Nephilim.

In einem viel beachteten Interview bei Tucker Carlson vertritt der orthodoxe Priester Stephen De Young eine Sichtweise, die selbst für religiöse Kreise ungewöhnlich erscheint: Die geheimnisvollen Nephilim aus dem 6. Kapitel der Genesis seien keine bloße Legende, sondern reale Gestalten gewesen, die eine zentrale Rolle in der vorsintflutlichen Welt gespielt hätten.

De Young verweist auf die alttestamentliche Passage, in der von den „Söhnen Gottes“ und den „Töchtern der Menschen“ die Rede ist. Nach seiner Auslegung handelt es sich dabei um gefallene geistige Wesen, die mit Menschen in Verbindung traten und dadurch die Nephilim hervorbrachten. Diese seien als tyrannische Herrscher und „Männer von Ruhm“ in Erinnerung geblieben.

Besonders kontrovers wird das Gespräch dort, wo De Young über eine angeblich hochentwickelte Zivilisation vor der Sintflut spricht. In vielen antiken Überlieferungen, so der Priester, werde von einer fortschrittlichen Welt berichtet, die durch eine gewaltige Flut zerstört worden sei. Während moderne Autoren wie Graham Hancock ähnliche Gedanken aufgreifen, sieht De Young die Ursache für den Niedergang nicht in einer Naturkatastrophe allein, sondern vor allem in moralischem und geistigem Verfall.

Nach seiner Darstellung glaubten bereits die Babylonier, geheimes Wissen aus der Zeit vor der Flut zu besitzen. Technologische Errungenschaften, Magie und Herrschaftswissen seien nach damaliger Vorstellung von übernatürlichen Wesen offenbart worden. Die Bibel deute diese Entwicklung jedoch nicht als Fortschritt, sondern als Weg in die Zerstörung.

Im weiteren Verlauf des Interviews zieht De Young eine Verbindung zwischen den Nephilim, antiken Königsritualen und späteren heidnischen Kulten. Dabei verweist er auf Texte aus Mesopotamien, Ugarit und sogar auf Traditionen des japanischen Kaisertums. Viele dieser Vorstellungen seien Ausdruck desselben Glaubens gewesen, dass Herrscher durch besondere Verbindungen zur geistigen Welt legitimiert würden.

Der Priester vertritt zudem die Auffassung, dass geistige Mächte bis heute Einfluss auf Menschen ausüben könnten. Die eigentliche Gefahr liege jedoch nicht in spektakulären Dämonengeschichten, sondern darin, dass Menschen sich freiwillig destruktiven Ideologien und Verhaltensweisen unterwerfen. Aus dieser Perspektive seien die Nephilim weniger als riesenhafte Märchengestalten zu verstehen, sondern als Symbol und Ausdruck einer radikal entmenschlichten Herrschaft.

Das fast zweistündige Gespräch hat bereits Hunderttausende Zuschauer erreicht und dürfte die Debatte über die rätselhaften Nephilim, die Sintflut und die Ursprünge früher Zivilisationen weiter anheizen. Während Historiker viele der präsentierten Thesen skeptisch sehen, zeigt das enorme Interesse, dass die Faszination für die großen Rätsel der Menschheitsgeschichte ungebrochen ist.

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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Also Hier zu Lande sieht und hört man nur Töff, Töff und 🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👈Hier