Messer im Koffer: Flüchtling stürmt Berliner Abgeordnetenhaus

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Ein Flüchtling aus Spandau ist laut einem Bericht der B.Z. Anfang Juli in den Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhauses eingedrungen. Nach Angaben der Zeitung hatte der Mann zuvor auf der Besuchertribüne gesessen, laut gesprochen und gestikuliert. Als er die Empore verließ, rannte er in Richtung Plenarsaal und störte die laufende Sitzung.

Die Personenschützer von Innensenatorin Iris Spranger sollen den Mann im Foyer gestoppt, zu Boden gebracht und an die Polizei übergeben haben. Einer der Beamten habe als Motiv die Aussage „Ich bin sauer auf die Regierung!“ gehört. Die Polizei ermittle wegen des Verdachts der Störung der Tätigkeit eines Gesetzgebungsorgans und wegen Körperverletzung.

Besonders brisant ist der Fund im Gepäck: Nach Informationen der B.Z., über die Abgeordnete von der Parlamentspräsidentin informiert worden seien, lag ein Messer in einem Koffer an der Garderobe. Die Polizei betont, der Mann habe keine Waffe am Körper getragen. Der Staatsschutz ermittelt weiter.

Das Abgeordnetenhaus kontrolliert Besucher nach eigener Darstellung wie an einem Flughafen: Taschen werden durchleuchtet, Besucher passieren Metalldetektoren und kontrollierte Gegenstände erhalten Markierungen. Dass ein Messer dennoch in einem Koffer an der Garderobe landete, ist die eigentliche Sicherheitsfrage dieses Falls.

Nun gelten laut B.Z. bis zum Ende der Wahlperiode verschärfte Regeln am Eingang: keine Lieferungen, Zutritt nur für angemeldete Besucher. Der Vorfall selbst soll bereits Wochen zurückliegen. Öffentlich bekannt wurde er erst jetzt.

Ein Parlament darf kein Ort sein, an dem Sicherheitskräfte erst im letzten Moment einen Eindringling vor dem Plenarsaal zu Boden bringen müssen. Berlin hat seit Jahren ein Gewaltproblem. F-NEWS berichtete über täglich 80 Messerangriffe und die politische Schönrederei sowie über zwei Messerattacken in einer Berliner Nacht.

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