Los Alamos und Teleportation: Was Daily Mail und Ross Coulthart berichten

Symbolbild eines Forschungsstandorts in der Wüstenlandschaft von New Mexico
Symbolbild

Die Daily Mail berichtet über neue Details im Fall des verschwundenen Anthony Chavez, eines früheren Mitarbeiters des Los Alamos National Laboratory in New Mexico. Der Artikel stellt Chavez als ehemaligen HVAC-Techniker des Labors dar, der 2017 in den Ruhestand gegangen sei und am 4. Mai 2025 sein Haus verlassen habe. Zurückgelassen habe er demnach unter anderem sein Auto, Schlüssel, Ausweis und Geldbörse.

Im Mittelpunkt des Daily-Mail-Berichts steht ein von der Journalistin Lauren Conlin erhaltener Polizeibericht. Danach habe ein Freund von Chavez gegenüber der Polizei angegeben, Chavez habe mit einem nicht namentlich genannten Wissenschaftler aus Los Alamos an einer Idee gearbeitet, bei der Materie sinngemäß „an zwei Orten zugleich“ sein könne. Die Daily Mail ordnet diese Darstellung in den Bereich Quantenphysik, Superposition, Quantencomputer und Experimente zur Quantenteleportation ein.

Der Bericht macht zugleich deutlich, dass offen bleibt, welche Rolle Chavez dabei tatsächlich gespielt haben soll. Die Daily Mail verweist darauf, dass Quantencomputer extrem gekühlte Umgebungen benötigen und ein HVAC-Fachmann deshalb theoretisch mit entsprechender Infrastruktur zu tun haben könnte. Bestätigt ist nach Darstellung des Artikels aber nicht, wie Chavez konkret mit solchen Forschungen verbunden gewesen sei. Auch Los Alamos habe gegenüber der Daily Mail nicht auf Anfragen zur Bestätigung seiner Aufgaben reagiert.

Der Artikel stellt den Fall außerdem in eine Reihe weiterer verschwundener oder verstorbener Personen mit Verbindungen zu sensibler Forschung. Genannt werden unter anderem Melissa Casias, eine LANL-Mitarbeiterin, die später tot aufgefunden wurde, sowie der pensionierte Air-Force-General William Neil McCasland. Die Daily Mail zitiert frühere Einschätzungen des ehemaligen FBI-Managers Chris Swecker, wonach bei Personen mit Wissen über nationale Sicherheitsprogramme auch die Möglichkeit ausländischer Spionage geprüft werden müsse. Eine abschließende behördliche Bewertung dieser Fälle liefert der Artikel nicht.

Der verlinkte YouTube-Beitrag von NewsNation mit Ross Coulthart und Meagan Medick behandelt vor allem die jüngste Kontroverse um Lue Elizondo. Coulthart sagt dort, er sei überrascht gewesen, dass einzelne Medien Elizondos Reaktion als Widerlegung seiner Darstellung verstanden hätten. Nach Coultharts Lesart habe Elizondo lediglich erklärt, nie öffentlich behauptet zu haben, Teil eines sogenannten Legacy Program gewesen zu sein. Zugleich habe Elizondo dies nach Coultharts Darstellung nicht ausdrücklich bestritten.

Coulthart erklärt dieses Verhalten mit möglichen Geheimhaltungsverpflichtungen, Sicherheitsfreigaben und gesetzlichen Bindungen. Er betont, Elizondo zu respektieren und ihm keine böse Absicht zu unterstellen. Zugleich fordert er, dass frühere Tätigkeiten im Zusammenhang mit UAP-Programmen eines Tages offener besprochen werden müssten, wenn entsprechende Freigaben oder Amnestien möglich würden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Videos ist Coultharts Forderung nach einer ernsthaften Untersuchung mutmaßlicher Bergungs- und Reverse-Engineering-Programme durch den US-Kongress. Er verweist dabei auf Personen wie David Grusch, Jay Stratton, Eric Davis und James Lacatski, die seiner Darstellung nach Kenntnisse über entsprechende Vorgänge behauptet hätten. Coulthart kritisiert, dass die entscheidende Frage nach geborgener nichtmenschlicher Technologie und möglichen geheimen Programmen politisch nicht konsequent genug verfolgt werde.

Auf Fragen zu Whistleblowern sagt Coulthart, viele Insider würden nicht nur aus Angst vor Strafverfahren schweigen. Aus seiner Sicht sei der Verlust von Sicherheitsfreigaben und damit der beruflichen Existenz oft das größere Risiko. Deshalb brauche es aus seiner Sicht stärkere gesetzliche Schutzmechanismen für Hinweisgeber.

Weitere Themen des Videos sind die Rolle des Skeptikers Michael Shermer in einem wissenschaftlichen UAP-Beratungsgremium, mögliche Interessen nichtmenschlicher Intelligenzen an Erde, Umwelt, Kunst oder Musik sowie elektromagnetische Frequenzen, die Coulthart mit UAP-Phänomenen in Verbindung bringt. Öffentlich bekannt sei nach seinen Worten unter anderem die Frequenz 1,6 GHz, die im Zusammenhang mit Skinwalker-Ranch-Untersuchungen genannt werde. Weitere Frequenzen wolle er nicht öffentlich nennen.

Damit stehen in den beiden verlinkten Quellen zwei Ebenen nebeneinander: Die Daily Mail berichtet über einen konkreten Vermisstenfall und verweist auf angebliche Bezüge zu Quantenforschung in Los Alamos. Coulthart ordnet im Video die UAP-Debatte, Elizondos Rolle und den politischen Umgang mit mutmaßlichen Geheimprogrammen ein. Belegt wird in den Quellen vor allem, wer was berichtet oder behauptet. Ob die weitergehenden Deutungen zutreffen, bleibt nach dem vorliegenden Material offen.

Quellen: Daily Mail | NewsNation / YouTube

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