In Köln sind drei Männer festgenommen worden, die mindestens ein 17-jähriges Mädchen zur Prostitution gezwungen haben sollen. Wie mehrere Medien schreiben, geht es um drei Beschuldigte im Alter zwischen 23 und 27 Jahren mit deutsch-marokkanischer, portugiesischer und mazedonischer Staatsangehörigkeit.
Gegen die Männer wurden demnach Haftbefehle vollstreckt. Ermittler durchsuchten Wohnungen in Köln, Wesseling, Leverkusen und Solingen. Dabei sollen unter anderem Mobiltelefone sichergestellt worden sein. Der Vorwurf lautet auf bandenmäßigen Menschenhandel, Zwangsprostitution und weitere schwere Straftaten. Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Nach bisherigem Stand sollen die Beschuldigten eine 17-Jährige zur Prostitution gezwungen und außerdem versucht haben, eine 16-Jährige in dieses Milieu zu bringen. Zusätzlich sollen Freier, die Kontakt zu dem Opfer hatten, brutal überfallen und beraubt worden sein. Wenn sich diese Vorwürfe bestätigen, geht es nicht um irgendeinen Randfall, sondern um eine organisierte Ausbeutung Minderjähriger mitten in Nordrhein-Westfalen.
Der Fall weist Muster auf, die Deutschland inzwischen aus mehreren Städten kennt. Junge Mädchen, sexuelle Ausbeutung, Gewalt, Einschüchterung, Tätergruppen mit internationalem Hintergrund und Behörden, die erst dann mit der Wahrheit rausrücken, wenn sie gar nicht mehr zu leugnen ist.







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