Josef Thoma liefert mit seinem knapp zehnminütigen Video eine grobe, aber treffsichere satirische Diagnose: Deutschland lasse sich von Politikern und Parteiapparaten viel zu bereitwillig herumkommandieren. Der Titel sagt, in welchem Tonfall die Abrechnung läuft.
Thoma nimmt die deutsche Unterwürfigkeit aufs Korn. Seine These: Hochstapler, Parteibuchkarrieristen und hilflos auftretende Politiker könnten nur deshalb weitermachen, weil zu wenige Bürger ihnen widersprechen. Es brauche oft nicht einmal ein neues Verbot oder einen neuen Druck, um die nächste Zumutung durchzusetzen.
Die Pointe des Clips ist absichtlich unerquicklich. Wer jeden politischen Unsinn mitträgt, jede Ausrede schluckt und sich bei jedem neuen Stöckchen zum Sprung bereitstellt, darf sich über den Zustand des Landes nicht wundern. Thoma hält dem Publikum keinen Fachvortrag, sondern einen satirischen Spiegel vor.
Wie bequem sich politische Verantwortung wegmoderieren lässt, zeigte zuletzt auch das Misstrauensvotum gegen Mario Voigt. Und bei Plagiatsfällen gilt in Deutschland häufig: Titel weg, Karriere weiter. Genau diese Mischung aus Anpassung, Ausreden und fehlenden Konsequenzen ist Thomas Zielscheibe.








Schreibe einen Kommentar