Infraschall von Windrädern: Hauser wirft Politik und Windkraftlobby gefährliches Schweigen vor

Person mit medizinischer Akte blickt aus einem Fenster auf Windräder nahe einem Wohngebiet
Symbolbild: Die Debatte über Infraschall und Windkraftanlagen bekommt neue politische Schärfe.

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser fordert nach einer aktuellen OTS-Aussendung eine offene Debatte über mögliche Gesundheitsrisiken durch Infraschall von Windkraftanlagen. Windräder erzeugten zwangsläufig tieffrequenten Schall unterhalb der menschlichen Hörschwelle. Genau diese Belastung sei jahrelang von Politik, Windkraftlobby und Medien kleingeredet worden.

Hauser verweist auf drei Urteile aus Belgien und Frankreich, in denen Anrainern von Windanlagen Schadenersatz zugesprochen worden sei. Besonders brisant sei ein Straßburger Urteil, das nach seinen Angaben von einer „direkten und sicheren Ursache“ spreche. Für die Windkraftbranche ist das heikel: Wenn Gerichte gesundheitliche Schäden nicht mehr als Einbildung abtun, gerät das gesamte Erzählgebäude der angeblich völlig sauberen Energie ins Wanken.

Der FPÖ-Politiker verweist außerdem auf eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Danach gebe es in Regionen mit massivem Windkraftausbau Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Genannt werden zudem mögliche Beschwerden wie Schwindel, Schlafstörungen, Blutdruckanstieg, Konzentrationsprobleme und psychische Beeinträchtigungen.

Die medizinische Debatte ist damit nicht beendet, sondern beginnt politisch erst richtig. Denn Infraschall ist gerade deshalb umstritten, weil er nicht einfach wie normaler Lärm wahrgenommen wird. Er kann sich über große Distanzen ausbreiten, durch Gebäude dringen und wird von Betroffenen oft erst über körperliche Symptome beschrieben.

Hauser spricht drastisch von „Windkraft-Taliban“ in Österreich und Deutschland. Der Begriff ist hart, trifft aber einen wunden Punkt: Wer Windkraft zur sakralen Säule der Energiewende erklärt, duldet keine Störung des Bildes. Bürger, die über Schlafprobleme, Druckgefühle oder gesundheitliche Beschwerden klagen, werden dann schnell als Fortschrittsfeinde abgestempelt.

Genau diese Arroganz rächt sich. Die Energiewende wurde den Menschen als alternativlos verkauft. Landschaften wurden industrialisiert, Wohngebiete rückten näher an riesige Anlagen heran, und die Risiken wurden oft erst dann diskutiert, wenn Betroffene sich vor Gericht wehrten.

Hauser hat nun eine Anfrage an die EU-Kommission eingebracht. Er will wissen, was Brüssel gegen potenziell gefährlichen Infraschall unternehmen will, wie die Urteile aus Belgien und Frankreich bewertet werden und warum Bürger bislang nicht umfassend aufgeklärt worden seien.

Eine ehrliche Politik müsste genau dort ansetzen: nicht bei PR-Broschüren der Windkraftbranche, sondern bei den Menschen, die neben diesen Anlagen leben. Wenn Gesundheit angeblich immer Vorrang hat, dann darf sie ausgerechnet bei Windrädern nicht plötzlich zur lästigen Nebensache werden.

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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Die würde ich Tag und Nacht an diesen Spargel binden um zu sehen wie schön das ist… Messerwerfer inklusive,ist dann ganz toll wenn man sich nicht wehren kann,ohne gepanzerte Dreckskarre 🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👈👹

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