Raucherquote fast unverändert: Verbote und Kampagnen haben versagt

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Rauchverbotsschild neben einem vollen Aschenbecher an einer Haltestelle
Symbolbild: Verbote und Kampagnen konnten die Raucherquote seit 2021 kaum senken.

Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind eine nüchterne Abrechnung mit jahrelanger Anti-Raucher-Politik: 2025 rauchten in Deutschland 19,1 Prozent der Menschen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich. 2021 waren es 18,9 Prozent. Trotz Warnbildern, Rauchverboten, Kampagnen, Steuerdruck und moralischer Dauerbeschallung ist die Quote praktisch nicht gesunken.

Das ist kein kleiner Schönheitsfehler, sondern ein politischer Befund. Wenn eine Gesundheitspolitik über Jahre vor allem auf Verbote, Abschreckung und Plakatkampagnen setzt, am Ende aber fast exakt dieselbe Raucherquote herauskommt, dann hat diese Strategie nach ihren eigenen Maßstäben versagt.

Besonders deutlich wird das bei jungen Menschen. In der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren lag der Anteil der Raucher 2025 bei 15,6 Prozent. 2021 waren es noch 14,5 Prozent. Gerade dort, wo Kampagnen besonders laut wirken sollen, zeigt die Entwicklung also nicht nach unten, sondern wieder nach oben.

Die klassische Zigarette bleibt dabei dominierend. Laut Destatis griffen 78,5 Prozent der Raucher vorwiegend zu Zigaretten. 9,2 Prozent nannten E-Zigaretten als bevorzugtes Rauchprodukt. Zigarren, Zigarillos, Pfeifen und Wasserpfeifen spielten zusammen eine kleinere Rolle.

Am höchsten ist der Raucheranteil in den mittleren Jahrgängen. Bei den 40- bis 44-Jährigen rauchten 26,0 Prozent, bei den 45- bis 49-Jährigen 25,5 Prozent, bei den 35- bis 39-Jährigen 23,8 Prozent. Männer rauchten mit 22,4 Prozent weiterhin deutlich häufiger als Frauen mit 15,8 Prozent.

Natürlich ist das kein Argument für das Rauchen. Die gesundheitlichen Risiken sind bekannt. Aber gerade deshalb braucht es eine ehrliche Bilanz. Wer Bürger immer weiter bevormundet, öffentliche Räume reglementiert und das Ganze mit teuren Kampagnen flankiert, muss sich an Ergebnissen messen lassen.

Die aktuellen Zahlen zeigen: Gewohnheit, Sucht, Stress, soziale Prägung und Ausweichprodukte lassen sich nicht einfach wegverordnen. Der Staat kann Schilder aufstellen, Warnbilder drucken und neue Belehrungskampagnen starten. Er kann aber nicht behaupten, diese Politik sei erfolgreich, wenn nach vier Jahren fast derselbe Anteil der Bevölkerung raucht.

Gerade nach Jahren immer aggressiverer Präventionsrhetorik wäre ein anderer Ton angebracht: weniger Selbstlob der Behörden, mehr nüchterne Wirkungskontrolle. Denn wenn 19,1 Prozent weiterhin rauchen, haben Verbote und Kampagnen nicht geliefert.

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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Ein anderer Ton? 🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👈Hier

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