Gleich zwei Polizeieinsätze rund um saarländische Freibäder haben am Samstag für Aufsehen gesorgt. Wie WELT berichtet, musste die Polizei in Saarbrücken einen Tumult mit mehr als 100 Menschen auflösen. In Völklingen wurde ein 13-jähriger Junge vor dem Schwimmbad von drei Unbekannten zu Boden gebracht und getreten.
Im Saarbrücker Freibad hatten Mitarbeiter am Samstagabend zunächst eine sich anbahnende Schlägerei zwischen rund 30 Personen gemeldet. Als die Beamten eintrafen, war die laut schreiende und gestikulierende Menge bereits auf mehr als 100 Menschen angewachsen. Auslöser soll ein Streit zwischen zwei jungen Männern auf einer Liegewiese gewesen sein.
Die Lage beruhigte sich nach Eintreffen der Polizei vergleichsweise schnell. Die Menge löste sich in kleinere Gruppen auf, nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz beendet. Was den ursprünglichen Streit ausgelöst hatte, konnte nach Angaben der Polizei nicht geklärt werden. Über Verletzte oder Festnahmen wurde in diesem Zusammenhang nichts bekannt.
Deutlich brutaler verlief ein zweiter Vorfall auf dem Parkplatz des Völklinger Freibades. Laut einer Mitteilung der Polizei Völklingen verließ ein 13-jähriger ukrainischer Junge gegen 18.30 Uhr das Bad, als er unvermittelt von drei unbekannten Tätern angegriffen wurde.
Zunächst ging einer der Angreifer allein auf den Jugendlichen los und brachte ihn zu Boden. Danach kamen die beiden anderen Täter hinzu. Alle drei traten mit beschuhten Füßen auf den am Boden liegenden Jungen ein. Erst als Zeugen einschritten, ließen die Angreifer von ihrem Opfer ab und flüchteten.
Ein Rettungswagen versorgte den 13-Jährigen. Er erlitt eine Platzwunde und mehrere Hämatome, wurde nach bisherigen Angaben jedoch nur leicht verletzt. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt und bittet Zeugen um Hinweise.
Beide Vorfälle zeigen, wie schnell Freibäder an heißen Tagen zum Einsatzort für die Polizei werden können. Während der Tumult in Saarbrücken ohne bekannte Verletzte endete, hatte der Jugendliche in Völklingen nur durch das Eingreifen von Zeugen Glück. Wer zu dritt auf ein am Boden liegendes Kind eintritt, nimmt schwere Verletzungen zumindest billigend in Kauf. Weitere Hintergründe sind sicherlich bekannt, wurden aber polizeilicherseits nicht mitgeteilt. Die Gründe dafür kann man sich denken.







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