Wie das Statistische Bundesamt meldet, wurden in Deutschland im Jahr 2025 rund 130.100 Ehen geschieden, während die Zahl der Eheschließungen mit 348.800 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe 1950 gefallen ist. Hinter diesen nüchternen Zahlen steht keine bloße Verwaltungsnotiz, sondern ein weiterer Beleg für die fortschreitende Zerstörung der Familie in Deutschland.
Besonders bedrückend ist der Blick auf die Kinder. Rund 113.400 Minderjährige waren 2025 von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. In mehr als jeder zweiten geschiedenen Ehe lebten minderjährige Kinder. Das ist die eigentliche Bilanz eines Landes, das ständig von Vielfalt, Selbstverwirklichung und neuen Lebensmodellen spricht, aber kaum noch die Kraft oder den Willen hat, Ehe und Familie als schützenswertes Fundament zu verteidigen.
Gleichzeitig sinkt die Zahl der Eheschließungen weiter. Dass 2025 so wenige Ehen geschlossen wurden wie noch nie seit 1950, ist ein politisches und kulturelles Alarmzeichen. Wo immer weniger Menschen überhaupt noch heiraten und immer mehr bestehende Ehen zerbrechen, wird Bindung nicht gestärkt, sondern systematisch entwertet. Familie erscheint in dieser Logik nicht mehr als tragende Ordnung, sondern als jederzeit kündbares Übergangsmodell.
Besonders schwer wiegt, dass der Anteil geschiedener Ehen mit zwei oder mehr minderjährigen Kindern weiter steigt. Hier zerbrechen also nicht nur Beziehungen, sondern ganze familiäre Strukturen mit wachsender Wucht. Wer diese Entwicklung mit technokratischer Nüchternheit abheftet, verharmlost die soziale Verwüstung, die aus gescheiterten Ehen, getrennten Haushalten und entwurzelten Kindern entsteht.
Auch die Dauer der Ehen schützt immer weniger vor dem Bruch. Im Durchschnitt erfolgte die Scheidung erst nach 14 Jahren und 7 Monaten. Selbst lange gemeinsame Jahre garantieren also keinen Bestand mehr. Genau darin zeigt sich der kulturelle Substanzverlust: Die Institution Ehe besteht formal weiter, wird aber in der Praxis immer häufiger entkernt, relativiert und schließlich aufgelöst.
Besonders auffällig ist der Anstieg gleichgeschlechtlicher Scheidungen. Laut Destatis ließen sich 2025 rund 1.700 gleichgeschlechtliche Paare scheiden, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schon für 2023 zeigen auf Destatis-Daten gestützte Übersichten, dass innerhalb der gleichgeschlechtlichen Ehen vor allem Frauenpaare überproportional häufig scheitern: 837 geschiedene Frauenpaare standen 471 geschiedenen Männerpaaren gegenüber, obwohl die Zahl der Frauen- und Männerpaare insgesamt deutlich näher beieinanderliegt. Ausgerechnet dort, wo Politik und Medien seit Jahren besonders laut moralische Fortschrittsgeschichten erzählen, liefern die Zahlen also kein Stabilitätswunder, sondern ebenfalls Zerfall.
Die Familienkrise ist damit kein Randphänomen mehr, sondern der Normalzustand einer Gesellschaft, die ihre elementarsten Bindungen preisgibt. Weniger Ehen, mehr Scheidungen, mehr betroffene Kinder und ein besonders auffälliger Zerfall auch bei den ideologisch gefeierten Homo-Ehen: Wer das noch als bloßen Wandel verkauft, will die Realität nicht beschreiben, sondern beschönigen.







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