Epstein-Skandal: Und wieder ist ein Verdächtiger tot – Modelscout Daniel Siad in seinem Haus gefunden

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Leerer Stuhl in einem dunklen Modelstudio, auf einem Tisch liegen Kontaktbögen und Mappen
Symbolbild, KI-generierte redaktionelle Illustration

Daniel Siad, ein im Epstein-Komplex schwer beschuldigter Modelscout, ist tot. Der 69-Jährige wurde am Montagabend leblos in der Küche seines Hauses in Colombes bei Paris gefunden. Fünf Frauen hatten ihn zuvor mit Vergewaltigung und Menschenhandel in Verbindung gebracht.

Siads 28-jährige Mitbewohnerin entdeckte ihn und alarmierte Nachbarn. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Tod gegenüber französischen Medien. Nach ersten Angaben könnte ein Herzstillstand die Ursache gewesen sein. Festgestellt ist die Todesursache bislang jedoch nicht; eine Untersuchung wurde eingeleitet. Hinweise auf ein Fremdverschulden wurden bisher nicht bekannt.

Der schwedisch-französische Staatsbürger algerischer Herkunft taucht mehr als 2.000-mal in den veröffentlichten Epstein-Unterlagen auf. Ausgewertete E-Mails belegen einen jahrelangen Kontakt zu Jeffrey Epstein. Darin berichtete Siad über junge Frauen und minderjährige Nachwuchsmodels, arrangierte Treffen und erhielt offenbar Erstattungen für Ausgaben. Der Guardian wertete einen Teil dieser Korrespondenz im Februar aus.

Fünf Frauen warfen Siad vor, sie mit vermeintlichen Castings angeworben und anschließend Epstein oder anderen Männern zugeführt zu haben. Gegen ihn liefen in Frankreich Ermittlungen wegen Vergewaltigung und Menschenhandels. Siad bestritt sämtliche Vorwürfe. Noch im Mai erklärte er gegenüber RTL, er habe Models zwar Epstein vorgestellt, aber nie jemanden vergewaltigt oder wissentlich gefährdet. Zu diesem Zeitpunkt war er nach Angaben des Senders noch nicht von der Justiz vernommen worden.

Damit ist erneut ein Mann aus dem Epstein-Umfeld tot, bevor die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in einem Gerichtsverfahren geklärt werden konnten. Epstein wurde 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle gefunden; die Behörden stuften seinen Tod als Suizid ein. Der französische Modelagent Jean-Luc Brunel, für den Siad gearbeitet hatte, starb 2022 ebenfalls in Untersuchungshaft. Auch dort lautete die offizielle Feststellung Suizid.

Die Häufung nährt zwangsläufig neues Misstrauen rund um einen Skandal, in dem bis heute zahlreiche Verbindungen, Verantwortlichkeiten und mögliche Mitwisser ungeklärt sind. Für Spekulationen über Siads Tod gibt es derzeit keine Belege. Sicher ist aber: Ein weiterer möglicher Zeuge und Beschuldigter wird keine Fragen mehr vor Gericht beantworten.

Ein Kommentar zu „Epstein-Skandal: Und wieder ist ein Verdächtiger tot – Modelscout Daniel Siad in seinem Haus gefunden“

  1. Avatar von Fisial
    Fisial

    Bis jetzt ist nur eine Person wegen Epstein im Knast – alle andere laufen frei herum — Verbrecher schützen sich selbst – insbesondere wenn Politiker und medial sehr gut bekannte Persönlichkeiten
    Involviert sind – z .B. Schauspieler, Techmilliardäre, usw

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