Brüssels nächster Zollhammer: Jetzt werden auch die letzten günstigen E-Autos teurer gemacht

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Symbolbild

Die EU-Kommission bereitet einem Bericht von auto motor und sport zufolge neue Sonderzölle auf chinesische Plug-in-Hybride vor. Nachdem Brüssel bereits Ende 2024 reine Elektroautos aus China mit happigen Ausgleichszöllen belegt hatte, wichen die Hersteller auf teilelektrische Modelle aus – mit durchschlagendem Erfolg bei den Verbrauchern. Genau dieser Erfolg ist es offenbar, der die EU-Kommission nun zum Eingreifen treibt.

Die Rechnung der Brüsseler Handelspolitiker ist simpel: Wenn die Bürger sich für günstigere chinesische Autos entscheiden, dann macht man diese Autos eben so lange teurer, bis sich die Bürger wieder für die teureren europäischen Modelle entscheiden müssen. Mit dem freien Markt, auf den sich die EU sonst so gerne beruft, hat das nichts mehr zu tun – es ist Protektionismus in Reinform, bezahlt von den Menschen, die ohnehin schon unter Inflation und explodierenden Energiekosten ächzen.

Konkret orientieren sich die geplanten Aufschläge an den bereits bestehenden BEV-Ausgleichszöllen, die je nach Hersteller zwischen 17 und 38 Prozent liegen. Sollte die Regelung wie erwartet im Herbst 2026 in Kraft treten, würde sie ausgerechnet jene Modelle treffen, die sich bei deutschen Käufern größter Beliebtheit erfreuen.

Wer am stärksten zur Kasse gebeten wird

Der BYD Seal U DM-i, aktueller Bestseller unter den chinesischen Plug-in-Hybriden, wird derzeit ab 39.990 Euro angeboten. Bei einem Aufschlag von 17 Prozent kämen rund 6.800 Euro hinzu. Beim MG HS Plug-in Hybrid, der mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis punktet, könnte der Sprung sogar noch heftiger ausfallen: Bis zu 15.000 Euro teurer könnte der Wagen werden, dessen Mutterkonzern SAIC bereits bei den Ausgleichszöllen für Elektroautos mit 45,3 Prozent den Höchstsatz kassiert.

Auch der Lynk & Co 01, beliebt in Auto-Abo- und Sharing-Modellen, würde bei einem Zollsatz von 18,8 Prozent aus einem Einstiegspreis von 43.000 Euro schnell 50.000 Euro machen. Der Jaecoo 7 PHEV des Chery-Konzerns dürfte bei einem möglichen Satz von 41 Prozent kaum mehr unter 40.000 Euro zu bekommen sein. Beim GWM Wey 03, der mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 130 Kilometern auf Dienstwagenfahrer zielt, käme bei aktuell 47.900 Euro Einstiegspreis ein Aufschlag von 30,7 Prozent hinzu.

Besonders bitter trifft es den BYD Dolphin G DM-i, der als erstes echtes Plug-in-Hybrid-Modell im Kleinwagensegment für Herbst 2026 geplant ist. Zwar soll der Wagen langfristig im neuen BYD-Werk im ungarischen Szeged und damit zollfrei innerhalb der EU produziert werden – sollte der Marktstart aber zunächst über Importe aus China abgedeckt werden müssen, träfe die Zollregelung das Modell exakt in seiner sensiblen Startphase.

Die EU-Kommission verkauft das Vorgehen als Schutz vor „Marktverzerrungen“. Tatsächlich verzerrt sie den Markt selbst, indem sie per Dekret festlegt, welche Antriebe und welche Hersteller sich Bürger noch leisten dürfen sollen. Wer bisher auf einen günstigen Plug-in-Hybrid aus chinesischer Fertigung gehofft hatte, um dem teuren Verbrenner oder dem noch teureren europäischen E-Auto zu entkommen, schaut sich frühestens im Herbst 2026 nach den neuen Preisschildern um.


Quelle:

  1. auto motor und sport: „EU-Zölle für China-PHEVs: Diese Modelle dürften deutlich teurer werden“
Quelle des Wissens quelle-des-wissens.de
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