Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags tagt, die Experten nicken, die Protokolle füllen sich – und am Ende bleibt das Erschreckendste unausgesprochen. Wie der Deutsche Bundestag berichtet, diskutierten Sachverständige am 7. Mai 2026 über „Lehren für Schutzmaßnahmen bei künftigen Pandemien“. Was dabei herauskam, ist kein Aufarbeitungsprozess – es ist eine organisierte Selbstentlastung.
RKI-Präsident Lars Schaade präsentierte stolz die Zahl von 172.000 Corona-Toten als Beleg für die Wirksamkeit der deutschen Strategie. Die Frage, welchen Anteil einzelne Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktverbote daran hatten, sei allerdings noch „zu erarbeiten“. Vier Jahre nach dem Ende der akuten Pandemielage. Man hat schlicht keine Antwort – aber volles Vertrauen in die eigene Arbeit.
Grundrechte? Kein Thema
Was in dieser Anhörung mit keiner Silbe ernsthaft verhandelt wurde: dass Deutschland zwischen 2020 und 2022 einen beispiellosen Eingriff in die Grundrechte seiner Bürger erlebt hat. Versammlungsfreiheit, Bewegungsfreiheit, Berufsfreiheit, körperliche Unversehrtheit – alles per Verordnung kassiert, oft ohne parlamentarische Kontrolle, gestützt auf Modelle und Hochrechnungen, deren Grundlage bis heute nicht offengelegt ist.
Demonstranten, die gegen diese Maßnahmen auf die Straße gingen, wurden von einem Staatsapparat empfangen, der Wasserwerfer für angemessener hielt als Diskussion. In Berlin, Kassel, Leipzig gingen Polizeikräfte gegen friedliche Bürger vor, während gleichzeitig politisch genehme Großdemonstrationen problemlos stattfinden durften. Über diese Zweiklassen-Demokratie verliert die Kommission kein Wort.
Der PCR-Test als Fundament aus Sand
Das gesamte Maßnahmengebäude ruhte auf einem Fundament, das einer ernsthaften wissenschaftlichen Prüfung nie standgehalten hat: dem PCR-Test. Dieser war von seinem Erfinder Kary Mullis ausdrücklich nicht als Diagnoseinstrument für Infektionskrankheiten konzipiert worden. Mit hochgezogenen Zyklusschwellenwerten – in Deutschland teils bei Ct 40 und darüber – wurde aus jedem positiven Ergebnis automatisch ein „Fall“, unabhängig davon, ob die getestete Person krank, infektiös oder völlig symptomfrei war. Die Inzidenzzahlen, auf deren Basis Millionen Menschen eingesperrt, Kinder aus Schulen ausgesperrt und Betriebe ruiniert wurden, waren damit zu einem erheblichen Teil Artefakte der Testmethodik. Die Kommission: schweigt.
Das Impfversprechen und seine Nebenwirkungen
Besonders auffällig ist die Abwesenheit eines anderen Themas: die mRNA-„Impfungen“, die mit einem politischen und medialen Druck vermarktet wurden, der Begriffe wie „freiwillig“ zur Farce machte. Wer sich nicht impfen ließ, verlor den Zugang zu Restaurant, Fitnessstudio, Konzert, Reise – und in manchen Berufen den Job. Das nannte man damals „Eigenverantwortung“.
Was die Hersteller versprachen – sterile Immunität, Übertragungsstopp, 95 Prozent Wirksamkeit gegen Infektion – löste sich innerhalb weniger Monate in Luft auf. Die Wirksamkeit gegen schwere Verläufe war begrenzt und zeitlich eng befristet; dennoch wurden Booster auf Booster verordnet. Gleichzeitig häufen sich in den Meldesystemen – darunter das europäische EudraVigilance und das amerikanische VAERS – Berichte über Herzmuskelentzündungen, Thrombosen und neurologische Störungen in einem Ausmaß, das bei jedem anderen Medikament zu einem sofortigen Marktrückzug geführt hätte. Myokarditis bei jungen Männern ist inzwischen kein Randphänomen mehr, sondern in der Fachliteratur dokumentiert. Die Kommission: redet über Kommunikationsstrategien.
Rehfuess sagt das Wichtigste – und zieht die falsche Konsequenz
Immerhin: Epidemiologin Prof. Dr. Eva Annette Rehfuess räumte ein, dass Schulschließungen bei Kindern und Jugendlichen zu psychischen, sozialen und gesundheitlichen Schäden geführt haben, und dass Nebenwirkungen der Maßnahmen insgesamt „zu wenig beforscht“ worden seien. Eine späte, halbherzige Einsicht – ohne jede Konsequenz. Denn die Schlussfolgerung lautet nicht: „Wir haben Kindern Unrecht getan und das muss Folgen haben.“ Sie lautet: „Da müssen wir in Zukunft früher ran.“ Früher forschen, besser kommunizieren, effizienter einschränken.
Brauns Lektion: Beim nächsten Mal mehr Macht
Den Vogel schoss Ex-Kanzleramtsminister Helge Braun ab. Seine persönliche Lehre aus vier Jahren Pandemie-Chaos: Beim nächsten Mal soll der Bund mehr Kompetenzen bekommen. Sobald eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ ausgerufen wird – ein Begriff, den die Politik selbst definiert –, soll Berlin durchregieren. Die Länder haben zu gehorchen.
Das ist keine Aufarbeitung. Das ist die Blaupause für die nächste Runde.
Der abwesende Schwede sagt mehr als alle Anwesenden
Bezeichnend war das Fehlen von Anders Tegnell, dem ehemaligen schwedischen Staatsepidemiologen, der von der AfD geladen worden war. Schweden verzichtete auf Schulschließungen und harte Lockdowns – und fuhr damit nicht schlechter als der bundesdeutsche Kontrollwahn. Tegnell sagte kurzfristig ab. Vielleicht war das gar nicht so unpraktisch für alle, die in dieser Kommission lieber unter sich bleiben wollten.
Am Ende bleibt: Eine Kommission, die die Fragen nicht stellt, auf die die Bürger Antworten verdienen. Keine Entschuldigung. Keine Haftung. Keine Konsequenz. Stattdessen: Empfehlungen für den nächsten Ausnahmezustand.
Quelle: Deutscher Bundestag – Enquete-Kommission Corona, 7. Mai 2026
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